(wS/red) Kreuztal, 07.06.2026 | Eine schwere Saison. Ein großer Trainer. Ein verdienter Klassenerhalt.
TuS Ferndorf gegen TuSEM Essen 33:35, (1. HZ 16:18, 2. HZ 17:17)
In eigener Sache:
„Mein letzter Bericht – aber Ferndorf bleibt“
Heute schreibe ich meinen letzten Spielbericht. Nicht aus fehlender Leidenschaft, sondern weil es Zeit ist, Platz zu machen. Über Jahre hinweg habe ich die Siege gefeiert, die Niederlagen eingeordnet, die Emotionen eingefangen. Ich habe versucht, das Spiel nicht nur zu beschreiben, sondern es fühlbar zu machen, für alle, die Ferndorf im Herzen tragen.
Die Halle wird weiter beben, die Trommeln weiter schlagen, Ferndorf wird weiter kämpfen. Meine Geschichte am Pressetisch endet hier und sie war eine richtig schöne. Danke an alle, die mich begleitet, kritisiert, unterstützt und motiviert haben. Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.
Für mich ist dieser Moment jetzt.
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Während dem ich das hier schreibe (07:00 Uhr) machen wahrscheinlich die letzten Feiernden in der Stählerwiese das Licht aus, denn der neue Tag ist da. Man hat das Spiel zwar nicht gewonnen, aber das hält ja nun keinen Ferndorfer davon ab, zu feiern. Man hat den Klassenerhalt geschafft, zwar nach der Niederlage auf Platz 16, aber das ist dann nur noch die nackte Statistik, irgendwas für Chronisten, ein paar Zahlen auf einem Blatt Papier, mehr nicht.
Nun ist der Blick nach vorne gerichtet, zuallererst natürlich auf 4 Wochen Pause, Urlaub, abschalten und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Einfach mal vergessen, vergessen die schlimme Saison, in der Ceven Klatt nicht eine Minute auf den kompletten Kader Zugriff hatte, manchmal waren es, wie auch gestern nur 10 Feldspieler und sie haben trotzdem alles gegeben. Sie blieben immer dran, lagen viel hinten, dann kam auch ein Remis, sie gingen auch in Führung, aber man merkte dann natürlich, das Ceven viel improvisieren musste, es war keine Saison, um den ihn jemand beneidet hätte und trotzdem hat er es geschafft.

Er hat die Klasse gehalten und das mit nur 3 Heimsiegen, auswärts trat er mit seinen Jungs stärker auf. Und das Kind hat auch einen Namen, es heißt Defensive. Wieder mal, wie auch schon in der letzten Saison, gehörte Ferndorf zu den Teams mit den wenigsten Gegentoren. Das Bollwerk, dieser angerührte Beton von Ceven Klatt schien für die meisten Teams ein unüberwindbares Hindernis zu sein. Dazu gehören natürlich auch die Mega-Torhüterleistungen, Can Adanir, der auch die meisten Spiele absolviert hat, kam auf 261 Paraden, Filip Baranasic auf 121, Jannis Michel auf 8 und Jonas Wilde auf 1.
Noch erstaunlicher wird es beim Blick aufs Torverhältnis des TuS: Nettelstedt steht mit 965:974 Toren (–9) auf Platz 8, während Ferndorf mit 960:997 (–37) auf Platz 16 rangiert.“
Da ist kaum ein Unterschied, das ist nichts, das ist absolut gar nichts, der Grund dafür sind die vielen Niederlagen mit nur 1 Tor, nicht auszudenken, wo wir hätten stehen können, wenn es nur ein wenig anders gelaufen wäre. Spielgeschehnisse vom letzten Spieltag erspare ich mir/Ihnen/Euch, sie sind nicht mehr relevant. Die Saison ist vorbei, das Saisonziel ist erreicht, und jetzt werden die Würfel neu gemischt. Am 06. Juli bläst Ceven Klatt zum großen Zapfenstreich, denn dann steigt die Mannschaft wieder ins Training ein. Die TuS‑Fahne wird wieder gehisst und der Motor fängt langsam wieder an zu laufen. HandballhArz, was willst du mehr. Danach werden Testspiele folgen, genaue Daten habe ich aber noch keine.
Jonas Wilde, Julius Meyer-Siebert, Valentino Duvancic, Hampus Dahlgren, Gabriel da Rocha Viana und Fynn Herzig werden uns verlassen, ich wünsche ihnen für ihren sportlichen Werdegang im neuen Verein alles, alles Gute und BITTE, BITTE, bleibt verletzungsfrei.

Aber manche sehen wir ja wieder, Jonas Wilde (VfL Eintracht Hagen), Valentino Duvancic (Nordhorn-Lingen) und Julius Meyer-Siebert (HC Elbflorenz) haben den Verein verlassen, bleiben aber in Liga 2 und somit können wir sie in der kommenden Saison in der Stählerwiese begrüßen.
Dafür begrüßen wir demnächst:
- Thore Rahmlow (LA, 19 Jahre, Lemgo)
- Pablo Lange (LA, 20 Jahre, Magdeburg)
- Timo Stoyke (Kreis, 24 Jahre, Elbflorenz )
- Soeren Servos, ist schon hier, aber durch die Freigabe vom BHC hat er in Ferndorf einen Vertrag bekommen.
- Finn Scharnweber, er kam aber schon im Herbst und bleibt auch hier.
Bedanken möchte ich mich auch bei den „FERNDORFER FÜCHSEN“ (ich bin ja selbst einer, nur Trommeln ist nicht mein Ding 😉). Sie sind wie immer schon, das Salz in der Suppe und ihre Trommeln sorgen für diese
“ Dezibelgeschwängerte“ Stimmung in der Halle. Oder wie Hallensprecher Kai Brückmann immer sagt „Die Füchse geben den Takt vor“.

Apropos Trommeln: Auch unsere Füchse‑Trommeln leben nicht ewig. Neue Felle, neue Sticks, Kleinkram, ihr kennt das. Die Füchse zahlen schon viel über ihre Mitgliedsbeiträge, aber alles geht davon nicht. Ein Spendenkonto gibt’s nicht, wer helfen will, geht einfach mal runter zu ihnen und gibt direkt was in die Hand, sie freuen sich riesig darüber. Laut bleiben wir nur gemeinsam, DANKE.
Was fehlt noch, ach ja, die Statistik zum Spiel:
Tor: Filip Baranasic 8 Paraden, Jonas Wilde 1 Parade
Torschützen:
Soeren Servos 7, Julius Fanger 5, Marvin Mundus und Finn Scharnweber je 4, Philip Würz, Gabriel da Rocha Viana und Max Löher je 3, Tom Jansen 2, Linus Michel und Mattis Michel je 1
Max Löher hat zwar seine ersten 3 Tore erzielt, wird dem TuS zur kommenden Saison aber fehlen, er geht als „Ausleihe“ nach Schalksmühle, um mehr Spielpraxis zu bekommen, trainiert aber weiter hier in Ferndorf.
Und da wäre noch:
- Linus Michel 1 Tor und Max Löher 3 Tore, es waren ihre ersten Tore in dieser Saison
- Die meisten Tore erzielten Marvin Mundus 120, Josip Eres 116 und Daniel Hideg 115
- Marvin Mundus, Mattis Michel und Julius Fanger waren an allen 34 Spieltagen im Einsatz
- Die meisten Assist, nämlich 75 kamen von Daniel Hideg
- Die beste Wurfquote hatte Gabriel da Rocha Viana, nämlich 74,47 %
- Die meisten Feldtore erzielten Daniel Hideg 115, gefolgt von Marvin Mundus mit 101
- Auch Torhüter erzielen Tore, Can Adanir 4 und Filip Baranasic 2
- Soeren Servos erzielte an nur 15 Spieltagen 56 Tore, wenn man das auf eine ganze Saison hochrechnet, ist er ganz oben dabei.
- Daniel Hideg musste passen. Im Training hatte er sich tatsächlich ein Zehengelenk ausgekugelt (man glaubt gar nicht, was im Handball alles passieren kann). Im Krankenhaus wurde es wieder eingerenkt, alles gut, nur spielen konnte er eben nicht.

Abschließend möchte ich mich bei all denen bedanken, die meine Spielberichte immer lesen, die die Berichte auf „wirSiegen“ oder beim FANTREFF DES TUS FERNDORF auf Facebook aufrufen, Liken oder auch kommentieren. Man wird sicherlich nicht immer meiner Meinung sein, aber das ist sportspezifisch, sei es Fußball, Basketball, Volleyball oder was auch immer, aber das ist auch völlig in Ordnung, es gibt meist mehrere Meinungen. Umgekehrt ist es ja auch nicht anders.
Ein ganz großer Dank geht auch an meinen Freund und „wirSiegen“-Fotograf Andreas Domian, er lieferte mir immer ganz starke Actionfotos für meine Spielberichte.

Es war am Pressetisch am Spielfeldrand eine total verrückte Zeit für mich. Als ungelernter Pressemitarbeiter, der nie Handball gespielt hat, habe ich mich einfach selbst ins eiskalte Wasser geworfen. Mit meinem „Tribünenwissen“ habe ich es versucht und für meine Verhältnisse hat das sogar ganz gut geklappt.
Ich sage mal ganz einfach Tschüs, Tschau, Servus, Bye Bye, Adieu und Nodda.
Euer/Ihr Peter Trojak
Fotos: Andreas Domian
CEVEN KLATT: Unter den Umständen haben wir uns heute ganz gut aus der Affäre gezogen. Natürlich hätten wir gerne gewonnen. Insgesamt kann man heute aber keinem böse sein, ich freue mich für Max, der ein, zwei Tore beisteuern konnte und ich freue mich auch für Linus und sein erstes Tor hier. Daniel ist ausgefallen, da er sich gestern im Training am Zeh verletzt hat und ich bin jetzt froh, dass die „Seuchensaison“ mehr oder weniger um ist, dass alle regenerieren können und dass wir dann am 06. Juli wieder mit frischen Kräften starten können.
GABRIEL DA ROCHA VIANA: Es hat leider nicht gereicht und es war ein schönes Geschenk der Mannschaft, dass sie mich den letzten Siebenmeter haben werfen lassen. Es war für mich heute kein einfaches Spiel, beim Aufwärmen und beim Einlaufen war es schon sehr emotional. Abschied zu nehmen ist nicht einfach bei so einem Verein und so einer Truppe.






















