(wS/dia) Siegen 02.07.2026 | Internationaler Erfolg für die medizinische Forschung in der Region: Dr. Mahmoud Farzat, Chefarzt der Abteilung für Urologie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen, ist gemeinsam mit seinem Kollegen PD Dr. Sami-Ramzi Leyh-Bannurah aus Hamburg beim Jahrestreffen der American Urological Association (AUA) in Washington ausgezeichnet worden. Die Mediziner erhielten den renommierten „Best Poster“-Preis für eine viel beachtete Studie zur Behandlung von Prostatakrebs. An dem Kongress, der zu den bedeutendsten Zusammenkünften von Urologen weltweit zählt, nahmen nach Angaben der Veranstalter rund 15.000 Fachbesucher teil.
Die prämierte Studie trägt den Titel „Total en-bloc Urethra Preservation at Robot-Assisted Prostatectomy (ToP-RAP)“ und beschäftigt sich mit einer hochmodernen chirurgischen Technik, die Dr. Farzat seit mehr als zwei Jahren erfolgreich durchführt. Ziel des Verfahrens ist es, das Tumorgewebe vollständig zu entfernen und dabei gleichzeitig die Harnröhre zu erhalten, die für die sofortige Kontinenz nach der Operation von entscheidender Bedeutung ist.
Man habe einen Weg gefunden, den Tumor präzise zu entfernen und gleichzeitig die Lebensqualität der Patienten durch den Erhalt der anatomischen Integrität deutlich zu verbessern, erklärte Dr. Farzat. Die Studie zeichne sich durch einen besonders hohen wissenschaftlichen Standard aus, da sie sich streng am sogenannten IDEAL-Rahmen orientiere – einem international anerkannten Stufenmodell zur Einführung neuer chirurgischer Verfahren und Technologien. Zum Einsatz kamen unter anderem eine intraoperative Schnellschnitt-Untersuchung sowie eine Durchblutungskontrolle mittels Indocyaningrün-Fluoreszenz-Bildgebung.
Dass diese internationale Anerkennung ans Diakonie Klinikum nach Siegen geht, ist für das Team ein wegweisender Erfolg. Neben PD Dr. Sami-Ramzi Leyh-Bannurah als weiterem Senior-Autor gehört auch PD Dr. Jörn Witt aus Düsseldorf zum Forschungsteam. Die Auszeichnung unterstreiche, dass medizinische Spitzenforschung heute nicht nur an großen Universitätskliniken, sondern in hohem Maße auch in der Region stattfinde, so Dr. Farzat. Das Forschungsprojekt zeige zudem eindrucksvoll, wie durch die Verbindung von robotisch-assistierter Chirurgie und innovativen onkologischen Strategien neue Standards in der Uro-Onkologie gesetzt werden könnten – zum Wohle der Patienten in Siegen und darüber hinaus.

Dr. Mahmoud Farzat (rechts), Chefarzt am Diakonie Klinikum in Siegen, wurde auf dem US-amerikanischen Urologen-Kongress in Washington gemeinsam mit seinem Hamburger Kollegen PD Dr. Sami-Ramzi Leyh-Bannurah für eine Studie zur chirurgischen Behandlung von Prostatakrebs ausgezeichnet.
Foto: Diakonie in Südwestfalen
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