Hautkrebs-Screening: 75 Mitarbeiter nahmen an Aktion teil

wS/ksw   Siegen-Wittgenstein         75 Mitarbeiter der Kreisverwaltung haben jetzt das Angebot genutzt, ihre Haut auf Veränderungen untersuchen zu lassen, die erste Anzeichen einer Krebserkrankung sein könnten. Der Arbeitskreis Gesundheit der Kreisverwaltung unter Leitung der Betriebsärztin Dr. Inge Weissinger hatte das Hautkrebs-Screening gemeinsam mit der Dermatologischen Klinik des Krankenhauses Bethesda in Freudenberg organisiert. Chefärztin Prof. Dr. Christiane Szliska begutachtete mit drei weiteren Ärzten der Hautklinik auffällige Muttermale und empfahl im Bedarfsfall, Termine bei niedergelassenen Hautärzten zu vereinbaren.

Das Screening wurde im Gesundheitsamt des Kreises am Kreisklinikum in der Siegener Oberstadt durchgeführt. „Das Interesse an diesem Vorsorge-Angebot war unter den Mitarbeitern der Kreisverwaltung enorm groß! Es haben sich weitaus mehr Kolleginnen und Kollegen angemeldet, als wir in der zur Verfügung stehenden Zeit berücksichtigen konnten“, sagt Dr. Inge Weissinger.

Für Prof. Dr. Stephan El Gammal ist die Screening-Aktion der Kreisverwaltung beispielhaft: Wird Hautkrebs frühzeitig erkannt, kann er durch rechtzeitige Behandlungen geheilt werden.

2008 wurde bereits eine ähnliche betriebliche Screening-Aktion der Kreisverwaltung durchgeführt. Damals nahmen 82 Mitarbeiter an der Aktion teil. Interessanterweise schätzten die Mitarbeiter ihre Haut als deutlich sonnenunempfindlicher (im Mittel Lichttyp 2,6 nach Fitzpatrick) als die Hautärzte (Lichttyp 2,0) ein. 80% aller untersuchten Mitarbeiter gaben an, dass sie in ihrer Kindheit Sonnenbrände hatten. Durch die klinische Hautuntersuchung wurden insgesamt drei weiße Hautkrebse (Basalzellkarzinome) und ein schwarzer Krebs (malignes Melanom) rechtzeitig entdeckt.

„Solche für die Mitarbeiter kostenlosen betrieblichen Screening-Aktionen sind außerordentlich hilfreich, um ein Bewusstsein für die Hautkrebs-Vorsorge zu schaffen“, sagen Dr. Weissinger und Prof. Dr. Gammal übereinstimmend. Sie können individuell Betroffene vor persönlichem Leid bewahren und sind auch für das Unternehmen wirtschaftlich von Nutzem.

Schon im Vorfeld des Screenings hatte der Arbeitskreis Gesundheit gemeinsam mit  Dr. Claudia El Gammal in einer Informationsveranstaltung über die Risiken von Hautkrebserkrankungen informiert. Dabei wurde deutlich, dass Sonnenbrände im Kindesalter das Risiko enorm erhöhen, später an Hautkrebs zu erkranken. Schutz vor starker Sonneneinstrahlung sei der beste Schutz vor Hautkrebs, so die Botschaft der Hautärzte.

Hautkrebs-Screening im Gesundheitsamt – auf Einladung des Arbeitskreises Gesundheit untersuchte Prof. Szliska vom Diakonie Klinikum Bethesda Mitarbeiter der Kreisverwaltung auf verdächtige Hautveränderungen.