Zwei knappe Niederlagen lässen Minimalziel in weite Ferne rücken

wS/es  –  Judo – Kampfgemeinschaft Siegerland  –  14.05.2012  –  –  –  Äußerst unzufrieden aber auch verärgert kehrten die JKG-Frauen von 2. Regionalligakampftag aus Essen zurück. Denn  wenn man bedenkt wie die knappen 4:3 Niederlagen gegen den PSV Recklinghausen und die Heimmannschaft 1.Essener JC zustande kam, weiß man dass die Ergebnisse auch genau anders herum hätten lauten können. Doch so trägt man die rote Laterne die es jetzt sein schwer wird wieder abzugeben

Zunächst mussten die gut aufgelegten Frauen gegen den PSV Recklinghausen ran. Anke Pfeifer  eröffnete im Schwergewicht die Partie, kam aber überhaupt nicht mit der körperlich überlegenen Recklinghausener Gegnerin klar. Nicole Stettner, erstmals in der Frauenklasse auf der Matte konnte sensationell mit Tai-o-toshi alle drei Ausfälle in der 52 kg Klasse bereits nach 15 Sekunden kompensieren. Nach der  unachtsamen Schenkelwurf-Niederlage von Linda Nowak und dem kampflosen Punktgewinn von Anja Buchta im Leichtgewicht stand es 2:2. Ausschlaggebend für das Endergebnis war dann wohl die fragwürdige Disqualifikation von Tamara Fligg, die bis dahin die Begegnung kontrollierte. Mit einem dominanten Auftritt und mehreren Wertungen auf dem Konto konnte Lea Diehl (-63 kg) wieder zum  3:3 ausgleichen. Das wäre mit eine tollen Armhebelaktion sogar  fast vorzeitig möglich gewesen. Damit lag die Last über den Ausgang, und das nicht  zum einzigen Mal an diesem Kampftag auf Nicole’s Schwester Sabrina die in der 57 kg-Klasse die JKG vertrat. Ein Kampf auf Augenhöhe, doch nach drei Minuten reichte der PSV-Athletin der erste kleine Fehler von Sabrina den sie gnadenlos zum schmerzhaften 3:4 aus heimischer Sicht ausnutzte.

Also mussten die Punkte gegen den Gastgeber  aus her. Anke Pfeifer begann mit einem Aufgabesieg. Nicole Stettner konnte aber den Ausgleich nicht verhindern. Die Einwechslung von Chantal Goergen, die für Linda Nowak (-70 kg) kam,  hatte sich rentiert. Chantal sorgte mit Haltegriff wieder für die Führung. Chancenlos musste aber Anja Buchta durch einen Schulterwurf das 2:2 zulassen.  Mit der Wut im Bauch über die Disqualifikation aus den Kampf zuvor machte Tamara Fligg mit ihrer Kontrahentin kurzen Prozess. Ein Sieg aus zwei Kämpfen  würde jetzt reichen, doch es kam anders. Lea Diel hielt bis kurz vor Schluss mit, und Sabrina Stettner, wieder beim Stand von 3:3 auf der Matte, einen ihre schlechten Tage. Sie landete in einem Armhebel. Damit wird die Situation bezüglich der Klassenerhalts brisant.

Bild: Lea Diehl (hier mit Juji-gatame) machte eine richtig gute Figur gegen den PSV
Bild: Chantal Goergen (re.) holte einen wichtigen Punkt gegen Essen, doch in der Endabrechnung war es für das Frauenteam einer zu wenig 

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