Organspende kann auch Kinderleben retten

wS/oo  –  DRK-Kinderklinik Siegen  –  04.06.2012  –   Zahlreiche Bürger nahmen am vergangenen Samstag, am „Tag der Organspende“ das Angebot wahr, sich über Organspenden zu informieren. Drei Viertel aller Deutschen hingegen haben noch keine Entscheidung getroffen, ebenso keinen Organspendeausweis und überlassen dies im Ernstfall ihren Angehörigen. NRW Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat ihn, Fernsehmoderator Johannes B Kerner, der Sänger Peter Maffay, der Bergsteiger Reinhold Messner und auch viele Siegerländer – sie alle haben sich entschieden: Für ein „Ja“ zum Organspendeausweis.

So warb am Samstag die DRK-Kinderklinik Siegen unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig“ im Sieg Carré für mehr Organspendebereitschaft insbesondere auch zugunsten von Kindern und Jugendlichen. Mitarbeiter der DRK-Kinderklinik und Mitglieder von Rotaract Club Siegen hielten Informationsmaterial vor, verteilten Organspendeausweise und beantworteten Fragen. Es ging um Aufklärung, aber auch um gesellschaftliche Werte wie Solidarität und Nächstenliebe – und es ging vor allem um das Schicksal der 12.000 schwerkranken Patienten, die nach wie vor auf eine lebensrettende Organspende warten. Darunter ist auch eine nicht unerhebliche Zahl an Säuglingen, Kindern und Jugendlichen, die dringend ein neues Organ benötigen. „Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass Organe von Erwachsenen auch geeignet sein können, um bei Kindern oder Jugendlichen transplantiert zu werden.

Daher engagieren wir von der DRK-Kinderklinik Siegen uns, um möglichst viele Personen zur Organspendebereitschaft zu bewegen“, so brachte es Professor Dr. med. Rainer Burghard, Chefarzt der Abteilung Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin an der DRK-Kinderklinik Siegen auf den Punkt. Prof. Dr. med. Rainer Burghard und seine Kollegen standen vor Ort für Fragen in Verbindung mit der Organspende zur Verfügung und konnten natürlich auch die Notwendigkeit aus ärztlicher Sicht aufzeigen.

Er selbst betreut als Kindernephrologe zahlreiche Kinder- und Jugendliche nach Nierentransplantationen und Patienten in der Vorbereitungs- und Wartephase vor einer geplanten Organtransplantation. Mehr als 100.000 Menschen konnte in den vergangenen 49 Jahren mit einer Transplantation geholfen werden. Trotzdem stirbt alle acht Stunden in Deutschland ein Mensch, weil es für ihn keine Organspende gibt.

Der tag der Organspende war daher ein wichtiger Tag der Aufklärung und Information, der Solidarität und der Entscheidung. Jeder zweite Bundesbürger fühlt sich laut aktueller Umfrage  der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nicht genügend über Organspende informiert um eine Entscheidung zu treffen – eine wichtige Entscheidung, die möglicherweise Leben rettet. Weitere Informationen gibt es in der DRK-Kinderklinik Siegen oder im Internet unter www.dso.dewww.fuers-leben.de und über das Infotelefon Organspende. Ein Fachkundiges Team beantwortet unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 / 90 40 400 alle Fragen rund um die Organspende.

Foto: Ken Wackermann vom Rotartact Club Siegen, sowie die DRK-Kinderklinikmitarbeiter Antje Hees, Bettina Kowatsch, Marcella Bücken und Prof. Dr. med. Rainer Burghard alle mit ihren Organspendeausweisen.