Schützen Sie Ihr Zuhause auch in der Urlaubszeit

wS/ots  –  Siegen-Wittgenstein  –  29.06.2012  –  Die Vorfreude auf den Urlaub beginnt nun für Millionen von Urlaubern, die sich in den Sommerferien auf die Reise machen werden. Niemand wünscht sich aber, dass die schönste Zeit des Jahres durch die Hiobsbotschaft unterbrochen wird: „Bei Euch ist eingebrochen worden!“

Denn ein Wohnungseinbruch ist für die Betroffenen oft ein Schock: Viele Opfer empfinden nämlich das Eindringen in die eigenen „vier Wände“ als besonders belastend. Neben dem reinen Sachschaden und eventuell dem Verlust von unersetzbaren Erinnerungsstücken fühlen sich viele von ihnen in der eigenen Wohnung nicht mehr wohl. Unsicherheit und Ängste nach einem Einbruch belasten die Opfer oft noch lange nach der Tat.

Die Täter nutzen jede sich bietende Gelegenheit in Gebäude einzusteigen, vor allem wenn Bewohner offensichtlich abwesend und ihr Heim ungenügend gesichert ist. Gut gesicherte Wohnungen und aufmerksame Nachbarn sind der beste Schutz vor Einbrüchen. Das zeigt die steigende Zahl der Fälle, bei denen die Täter im Versuchsstadium stecken bleiben. Damit Sie Ihre Erholung auch noch lange nach der Rückreise genießen können, sollten Sie die folgenden Hinweise unbedingt beachten:

Einbrecher kommen oft tagsüber, wenn üblicherweise niemand zu Hause ist – zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend, bei einsetzender Dämmerung oder an Wochenenden.

Leider erleichtert ihnen die Sorglosigkeit mancher Bewohnerinnen und Bewohner vielfach die Tat: Da wird die Wohnungs- oder Haustür nur
ins Schloss gezogen und nicht abgeschlossen, da kommt der Schlüssel in sein vertrautes „Versteck“ unter der Matte, im Blumenkasten oder
auf dem Türrahmen, da bleiben gut erreichbare Fenster, Balkon- oder Terrassentüren in Kippstellung offen.

Sicherheitsbewusstes Verhalten und solide mechanische Sicherungstechnik (z. B. Schutzbeschläge und Zusatzschlösser) stehen beim Einbruchschutz an erster Stelle und bieten dem Einbrecher Widerstand.

Alarmanlagen (sog. Einbruchmeldeanlagen)verhindern keinen Einbruch, sondern melden ihn nur. Sie können mechanische Sicherungen nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Sie erhöhen das Entdeckungsrisiko für Einbrecher und bieten so zusätzlichen Schutz.

So schützen Sie sich vor Einbruch:

– Sichern Sie mögliche Schwachstellen Ihres Hauses/Ihrer Wohnung (z. B. Haus und Wohnungseingangstüren, Balkon- oder Terrassentüren, Fenster, Kellerzugänge) durch den Einbau von geprüfter Sicherungstechnik. Gut gesicherte Türen und Fenster aufzuhebeln, kostet den Täter Zeit und verursacht Lärm.

– Auch wenn Sie nur kurz weggehen, schließen Sie Ihre Haus-/Wohnungstür so oft wie möglich ab. Eine nur ins Schloss gezogene Tür öffnet der Täter in Sekundenschnelle.

– Halten Sie die Hauseingangstür in Mehrfamilienhäusern auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie vor dem Drücken des Türöffners, wer ins Haus will (z. B. durch einen Blick aus dem Fenster). Lassen Sie nur Personen ein, die zu Ihnen wollen oder die bekanntermaßen „ins Haus gehören“.

– Sollten Sie Ihren Schlüssel verloren haben, wechseln Sie unverzüglich den Schließzylinder aus.

– Verschließen Sie Fenster, Balkon und Terrassentüren, auch wenn Sie nur kurz weggehen – denn gekippte Fenster sind offene Fenster.

– Sichern Sie auch Fenster und Balkontüren in den oberen Stockwerken, denn Einbrecher sind manchmal wahre Kletterkünstler. Leitern, Gartenmöbel, Kisten, Mülltonnen, Rankgerüste usw. können als Kletterhilfen dienen.

– Lassen Sie Rollläden nur nachts herunter, sonst entsteht tagsüber der Eindruck, die Bewohner seien nicht da.

– Verschließen Sie stets Türen von Kellern und Dachböden.

– Kellerlichtschächte und Kellerfenster sollten Sie z. B. mit massiven, gut verankerten Gittern oder Gitterrosten sichern lassen.

– Lassen Sie Wohnung oder Haus bei längerer Abwesenheit durch Verwandte, Bekannte, Nachbarn oder gegebenenfalls „Haushüter“ bewohnen oder bewohnt erscheinen: Briefkasten leeren, Rollläden, Vorhänge, Beleuchtung, Radio und Fernseher unregelmäßig betätigen.

– Verzichten Sie auf eine Mitteilung über Ihre Abwesenheit auf dem Anrufbeantworter.

– Informieren Sie Ihre Nachbarn über den Einsatz von Zeitschaltuhren für Rollläden, Beleuchtung, Radio etc.

– Lassen Sie Wertsachen nicht offen zu Hause herumliegen.

– Markieren Sie Ihre Wertgegenstände (Gravur, UV-Stifte etc.) eindeutig und notieren Sie die wichtigsten Daten in einer Wertgegenstandsliste. Fotografieren Sie schwer zu beschreibende Gegenstände

– Bewahren Sie besonders Wichtiges oder Wertvolles (z. B. Dokumente, Sparbücher, Sammlungen, Gold oder Schmuck), das Sie nur selten brauchen, bei Ihrem Geldinstitut im Schließfach auf

Das Kriminalkommissariat Kriminalprävention der Polizei Siegen-Wittgenstein steht Ratsuchenden für Fragen zum Thema Einbruchschutz natürlich während der normalen Bürodienstzeiten gerne zur Verfügung (0271-7099-4800).

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