1136 Betreuungsplätze für unter Dreijährige

wS/ks -Kreis Siegen- Zum 1. August stehen im Kreis Siegen-Wittgenstein (ohne die Stadt Siegen) 1.136 Betreuungsplätze für unter Dreijährige in Kindertageseinrichtungen zur Verfügung, hinzu kommen 143 Betreuungsangebote durch Tagesmütter bzw. -väter.  Aktuell haben die Kindergartenträger dem Fachservice Jugend und Familie des Kreises noch 51 freie Betreuungsplätze gemeldet. Gleichzeitig stehen 48 Kinder auf Wartelisten verschiedener Einrichtungen.

Diese Zahlen hat der Kreis Siegen-Wittgenstein jetzt wenige Tage vor Inkrafttreten des Rechtsanspruches auf ein Betreuungsangebot für unter Dreijährige bekannt gegeben. Insgesamt wurden im Bereich des Fachservices Jugend und Familie, der für alle Städte und Gemeinden im Kreisgebiet außer der Stadt Siegen zuständig ist, Betreuungsangebote für 34,5 Prozent der unter Dreijährigen geschaffen.

„Das sehr gute Ergebnis beim U3-Ausbau war nur durch eine gemeinsame Kraftanstrengung aller Beteiligten möglich“, würdigt Landrat Paul Breuer das Engagement von Kindergartenträgern, Städten, Gemeinden und dem Kreis. Dabei habe auch der U3-Ausbau-Fonds „Kein Kind bleibt unversorgt“, den der Kreis aufgelegt hat, eine wichtige Rolle gespielt, unterstreicht der Landrat: „Insgesamt liegen Förderanträge in Höhe von 2,73 Mio. Euro vor. Anträge in Höhe von 1,33 Mio. Euro wurden bereits bewilligt, in den anderen Fällen wurden noch nicht alle Unterlagen eingereicht. Aber auch hier geht der Fachservice Jugend und Familie davon aus, dass die Bewilligungen erfolgen werden.“

Der Kreis hatte den Fonds aufgelegt, weil es für viele geplante Ausbaumaßnahmen der Kindergartenträger keine Förderzusagen vom Bund oder vom Land gab. Zusätzlich zu den Mitteln aus dem U3-Fonds hat der Kreis Kindergartenträger beim U3-Ausbau unbürokratisch mit einem „Vorschuss“ auf die künftigen Betriebskostenerstattungen unterstützt. Dafür liegen Anträge in Höhe von 737.868,65 Euro vor, 622.868,65 Euro wurden bereits bewilligt.

Die meisten Baumaßnahmen in den Kindertagesstätten sind rechtzeitig zum 1. August abgeschlossen, einige werden im September bzw. Oktober fertig. Die betroffenen Eltern wurden durch die Träger entsprechend informiert. Darüber hinaus verzögern sich einige Baumaßnahmen bis ins erste Quartal 2014. Wenn bis dahin Übergangslösungen benötigt werden, werden diese zurzeit vom Kreis in enger Abstimmung mit den Trägern geplant.

Die Eltern, deren Kinder aktuell noch auf einer Warteliste stehen, wurden vom Fachservice Jugend und Familie des Kreises angeschrieben und erhielten Angebote in anderen Einrichtungen mit freien Plätzen oder auch durch Tagespflege. In etlichen Fällen wartet der Kreis noch auf Rückmeldungen der Eltern, in zahlreichen anderen Fällen wollen die Eltern lieber warten, bis ein Platz in der bevorzugten Einrichtung frei wird.

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