Neue Filteranlage im Hallenbad Weidenau

wS/si – Siegen-Weidenau – Während im Hallenbad Weidenau aufgrund der aktuellen Sommerpause im Becken derzeit eher „Ebbe“ herrscht, fließt der Schweiß drum herum bzw. darunter in Strömen: Die Stadt Siegen nutzt die „traditionelle“, reguläre Sommerschließungszeit zwischen Juli und September, um die Badewasseraufbereitungsanlage aus dem Jahre 1977 umfassend zu sanieren.

Im Hallenbad Weidenau sorgt ein neues Hygienemanagement dafür, dass die Wasserqualität stets ‚top‘ ist und Chemikalien nur im erforderlichen Maße zum Einsatz kommen. Foto: Stadt Siegen

Im Hallenbad Weidenau sorgt ein neues Hygienemanagement dafür, dass die Wasserqualität stets ‚top‘ ist und Chemikalien nur im erforderlichen Maße zum Einsatz kommen. Foto: Stadt Siegen

Dass diese Maßnahme notwendig war, unterstreicht der zuständige Projektleiter seitens der städtischen Abteilung „Zentrale Gebäudewirtschaftschaft“, Wolfgang Schragen: „Die Filterkessel waren nach 36 Jahren bzw. über 260.000 Betriebsstunden an mehreren Stellen durchgerostet. Wir mussten handeln.“

Mit dem Austausch der Sandfilter werde zugleich das Hygienemanagement für das Schwimmbadwasser mit der Chlorgasanlage grundlegend modernisiert, so der Fachmann. So sei das Schwimmbadwasser von zwei Schwimmbecken und einem Kinderplanschbecken bislang mit 5 Sandfiltern gereinigt worden. In einem ersten Bauabschnitt in 2012 konnten drei dieser Filteranlagen bereits erneuert werden; in diesem Jahr soll die Sanierung der Wasseraufbereitungsanlagen mit einem Kostenaufwand von 460.000 Euro komplett abgeschlossen werden (Kosten letzter Bauabschnitt hierbei: 280.000 Euro).

Aktivkohle hilft beim umweltfreundlichen Filtern
Statt der alten Sandfilter setzt die Stadt Siegen künftig auf eine umweltfreundliche Mehrschichtfiltration, bei der Aktivkohle und Sandschichten mit unterschiedlicher Körnung das Wasser filtern. Positiver Effekt: Der Verbrauch der Ressourcen Wasser und Energie wird mit innovativen Technologien erheblich minimiert. Wolfgang Schragen rechnet damit, dass sich der Stromverbrauch für die Umwälzpumpen etwa um die Hälfte reduziert. Der Wasserverbrauch und die Chlorbelastung werden mit einem vollautomatisch arbeitenden Wasserlabor optimiert. Ein Prozessmanager entnimmt rund um die Uhr Schwimmbadwasser aus dem Becken, analysiert beispielsweise die Konzentration von freiem Chlor oder misst den pH-Wert. Mit diesen Informationen kann dann die Filterleistung permanent an die aktuelle Wasserverschmutzung anpasst werden.

„Das bringt unheimlich viel“, erklärt Wolfgang Schragen, und erklärt: „Mit der neuen Technik können wir den Einsatz von Chemikalien auf das wirklich notwendige Maß reduzieren, um hygienisch einwandfreies Wasser herzustellen!“ Eine gute Nachricht insbesondere für alle diejenigen, die mit Chlor im Wasser vor allem den stechenden Geruch, rote Augen und Hautreizungen assoziieren
.
Anzeige – Bitte beachten Sie auch die Angebote unserer Werbepartner
[adrotate group="3"] .