Polizei klärt 30 Einbrüche nimmt Täter-Trio fest

wS/ots – Siegen – Das Siegener Kriminalkommissariat 5 hat jetzt eine Serie von zahlreichen Wohnungseinbrüchen im Bereich der Siegener Innenstadt aufgeklärt. Rund 30 Einbrüche konnten den jetzt Ende August 2013 festgenommenen drei Tatverdächtigen bereits zugeordnet werden. Die
Polizei geht jedoch davon aus, dass dem Trio noch eine Vielzahl weiterer Wohnungseinbrüche zugerechnet werden dürfte.

Die Serie der Einbrüche, die sich über verschiedene Siegener Stadtteile erstreckte, hatte bereits im Januar 2013 begonnen und sich dann bis zur Festnahme der Tatverdächtigen fortgesetzt. Bei den drei Männern handelt es sich um einen arbeitslosen 28-jährigen Siegener, seinen wohnsitzlosen 24-jährigen Kumpel und einen 39-jährigen Nordafrikaner.

Bei ihren Straftaten ging das Trio zumeist arbeitsteilig vor: Während der 28-Jährige überwiegend durch gewaltsames Aufhebeln von Fenstern und Türen oder aber auch durch das Ausnutzen eines von den Bewohnern arglos auf Kipp gestellten Fensters in die betreffenden Wohnungen einbrach, wartete einer seiner Mittäter draußen in einem Fluchtauto.

Abgesehen hatte es das Trio bei seinen Beutezügen auf alles, was sich irgendwie zu Geld machen lässt: Schmuck, EC-Karten, elektronische Geräte, Smartphones, Handys und natürlich Bargeld als
solches. Meist waren die Täter tagsüber in die fremden Wohnungen eingedrungen. Aber auch die Nachtzeit hielt sie nicht von ihrem kriminellen Handeln ab. So drangen sie auch bei Anwesenheit der zumeist schlafenden Bewohner in „fremde vier Wände“ ein.

Dabei mitunter auch völlig ungeniert. So am Abend des 25. August, als der 28-Jährige trotz einer in einem Garten stattfindenden Geburtstagsparty die Gelegenheit nutzte, sich über eine rückwärtig gelegene Tür in das betreffende Haus hineinzuschleichen, obwohl sich dort bereits eine illustre Zahl an Geburtstagsgästen versammelt hatte. Davon jedoch vollkommen unbeeindruckt, verweilte der
28-Jährige immerhin rund eine halbe Stunde in dem fremden Haus und durchsuchte dies in aller Gemütsruhe nach brauchbaren Wertsachen.

Insgesamt schätzt das Kriminalkommissariat den von dem Trio angerichteten Beuteschaden auf im sechsstelligen Euro-Betrag. Ihre Beute deponierten die Einbrecher zunächst in einem Versteck, bevor die entwendeten Gegenstände dann über Hehler zu Bargeld gemacht wurden. Mit dem Erlös finanzierten sie ihren Lebensunterhalt.

Die Täter sind der Polizei bereits hinlänglich im Eigentums- und Vermögenssektor (Diebstahl, Einbruch, Hehlerei etc.) bekannt. Der 24-Jährige hatte zudem noch zwei Bewährungsstrafen wegen schweren Diebstahls offen. Am 27. August war dann „Schluss mit lustig“. Die Polizei schlug zu
und der 28-Jährige und sein 24-jähriger Kollege fanden sich in Handschellen auf der Polizeiwache wieder.

Ihr letzter Einbruch wurde den beiden Delinquenten nämlich zum Verhängnis. Nachdem sie zuvor in eine Wohnung am Siegener Giersberg eingebrochen waren, löste die Polizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen aus. Dabei geriet auch das Fluchtfahrzeug des Duos in eine Polizeikontrolle Siegener Zivilbeamter. Bei der genaueren Inspektion des Fahrzeugs und der beiden darin sitzenden Männer fanden die Beamten umfangreiches Diebesgut, das eindeutig dem vorausgegangen Einbruch am Giersberg zugeordnet werden konnte.

Der 28-Jährige und der 24-Jährige wurden daher noch an Ort und Stelle vorläufig festgenommen und anschließend dem Kriminalkommissariat zugeführt. Während es der 24-Jährige vorzog zu schweigen, räumte der 28-Jährige im Rahmen seiner Vernehmung ein, an insgesamt rund 30 Einbrüchen beteiligt gewesen zu sein.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Siegen wurden die beiden Festgenommenen am 28. August dem Haftrichter beim Amtsgericht Siegen vorgeführt, der die beiden in Untersuchungshaft schickte. Gegen den zunächst noch flüchtigen 39-jährigen Nordafrikaner wurde über die Staatsanwaltschaft Siegen ein Haftbefehl erwirkt.

Zivilbeamte des Siegener Einsatztrupps konnten den gesuchten 39-jährigen Siegener jedoch am 29. August in Weidenau mit seinem PKW auf offener Straße antreffen und festnehmen. Am Folgetag wurde der 39-Jährige dem Haftrichter vorgeführt, der auch ihn in Untersuchungshaft schickte.

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