Ein Theater-Abend voller Überraschungen

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(wS/oo) Niederdielfen – „Dem Himmel sei Dank“ lautete das Theaterstück von Bernd Gombold, das in der Adolf-Sänger-Halle in Niederdielfen Schauplatz der diesjährigen Komödie der „Laien“, die legendäre Theatergruppe aus dem südlichen Siegerland aufführte. Auf den diesjährigen „Niederdielfer Theatertage“ hatte sich einiges getan.

Auch diesmal wurde drei Tage hintereinander in Niederdielfen aufgeführt, wobei alle Veranstaltungen schon wochenlang ausverkauft waren. Lediglich einzelne Karten gab es noch an der Abendkasse. Aber die Theatergruppe „Die Laien“ blieben trotz monatelanger Proben nicht vor Unvorhergesehenem verschont. Rainer Bruch sollte den Domkapitular Dr. Jüngling spielen, doch wenige Tage vor der Aufführung erlitt er einen Bandscheibenvorfall und fiel als Mitspieler aus.

Die Laien20Innerhalb von 5 Tagen musste nun Benjamin Späth, der als Souffleur vorgesehen war, die Rolle des Domkapitular lernen und für Rainer Bruch einspringen, was er auch glänzend tat und dafür viel Beifall erhielt. Die Theatergruppe, aber auch die vielen Besucher, wünschten Rainer Bruch baldige Genesung. Ebenso Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler, die die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen hatte.

Ort des Geschehens war dieses Mal ein Pfarrhaus – ein ruhiger und stiller Ort, sollte man zumindest meinen. Doch um das benötigte Geld für die überfällige Kirchenrenovierung zu bekommen, veranstaltet Pfarrer Alfons (Peter Lepschy) zusammen mit seinem arbeitsscheuen Messner Johannes (Sebastian Schmidt) Kartenspiele bis tief in die Nacht und verkauft illegal gebrannten Schnaps. Dem Geistlichen ereilt sogar die in seinen Augen brillante Idee, die leerstehenden Räume des Pfarrhauses zu vermieten.

Die Laien25Kurz bevor die ersten Übernachtungsgäste eintreffen, steht aber der ebenso unerwartete wie unerwünschte Besuch des strengen Domkapitulars Dr. Jüngling (Benjamin Späth) auf dem Programm. Der Domkapitular soll die ungewöhnlichen Vorgänge in der Pfarrgemeinde untersuchen und für Ordnung sorgen. Die Haushälterin Hermine (Silke Winter-Muhlack) muss viele Notlügen erfinden, um eine halbwegs plausible Erklärung für all die anwesenden (insbesondere weiblichen) Personen zu finden.

Verwechslungen und Eskapaden dieser dreiaktigen Komödie versprachen die Auftritte der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Elfriede Engel (Edith Braunöhler), – deren einzige Sorge ihrem Abschneiden bei der anstehenden Pfarrgemeinderatswahl gilt und nicht etwa dem Spendensammeln für die Kirchenrenovierung – ihrer Nichte Uschi (Melanie Pflanz), und Siggi Bischof (Martin Schmidt), heimlicher Freund von Uschi.

Die Laien32Dazu gesellen sich noch Emma, die Frau vom Messner (Julia Naskrent), die Aerobic-Lehrerin Heidi (Anita Müller), der ledige Heiratswillige Hans (Markus Sting), Handarbeitslehrerin Heidemarie Rosenfeld (Franziska Schmidt) sowie der Azubi der Schreinerei (Tim Winter). Und in dem ganzen Trubel war es der Haushälterin gelungen, den Pfarrer wieder auf die richtige Bahn zu bringen.

Sie schaffte es den Domkapitular versöhnlich zu stimmen oder machte durch ihre Notlügen nur alles schlimmer. Es gab ein „Happy End” für die mit viel Herzblut verkörperten Figuren auf einer mit viel Liebe zum Detail gestalteten Bühne. Fakt war, dass nicht nur literweise Wein auf der Bühne, sondern auch Lachtränen beim Publikum geflossen sind.

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Die Laien05Fotos: wirSiegen.de

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