AWO: Kooperationsvereinbarung aktualisiert

IFD Kooperation1

Dr. Andreas M. Neumann, Geschäftsführer des AWO Kreisverband Siegen-Wittgenstein/Olpe und Dirk Römer, Geschäftsführer der Reselve gGmbH freuen sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit.Foto:AWO.

(wS/si) Siegen –  Die seit 2008 bestehende Kooperationsvereinbarung zwischen dem Integrationsfachdienst für die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe in Trägerschaft der Reselve gGmbH und den AWO Siegener Werkstätten, wurde kürzlich in den Räumen der AWO Geschäftsstelle in Siegen aktualisiert.

Gründe hierfür waren neu vorgegebene Richtlinien seitens des Landschaftsverbandes Westfalen- Lippe (LWL). Der LWL fördert den Wechsel von den Werkstätten für Menschen mit Behinderung auf den ersten Arbeitsmarkt mit Sonderprogrammen wie „aktion5“ und „Übergang +2“, wobei Arbeitgeber Förderungen wie Prämien, monatliche Leistungen oder Budgets für Qualifizierungen erhalten können. Zudem werden solche Übergänge auch von Leistungsträgern wie der Agentur für Arbeit oder den Rentenversicherungen unterstützt.

Arbeitsmarkt für behinderte Menschen zur Zeit sehr gut

Dirk Römer, Geschäftsführer der Reselve gGmbH machte deutlich, dass der Arbeitsmarkt für behinderte Menschen zurzeit sehr gut sei. Er verwies auf die Loyalität und Zuverlässigkeit der Menschen mit Behinderung, die von vielen Geschäftsführungen als wertvolle Kernkompetenzen geschätzt würden. Ziel müsste immer eine Steigerung der Vermittlungsrate in den ersten Arbeitsmarkt sein, mit einer Vermittlungsrate von einem Promille im Bundesdurchschnitt dürfte man sich nicht zufrieden geben, erklärte Römer.

Dagmar Graf, Bereichsleiterin der Siegener Werkstätten und Dr. Andreas M.Neumann, Geschäftsführer des AWO Kreisverbandes konnten den Ausführungen Römers beipflichten und lobten die Zusammenarbeit der letzten Jahre. Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Menschen mit Behinderung auf seinem Weg zum ersten Arbeitsmarkt stand hierbei für Dagmar Graf im Vordergrund. Wichtig für sie war in diesem Zusammenhang, dass ein sorgfältig begleiteter Übergang durch die Integrationsassistenten der Siegener Werkstätten die Vermittlung über den IFD sicherstellt. Damit wird einem möglichen Scheitern solcher Versuche vorgebeugt.

Fünf Personen im Arbeitsverhältnis – 55  Außenarbeitsplätze

Dr. Andres Neumann freute sich berichten zu können, dass die AWO Werkstätten mit einer Vermittlung von 5 Personen aus der Werkstatt heraus in ein sozialversicherungspflichtiges Verhältnis, in 2014 weit über dem bundesweiten Durchschnitt von nur einem Promille liegen würden. Besonders stolz ist Neumann auf die derzeit 55 angelegten Außenarbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. „Wir sind hier auf einem sehr guten Weg und die Pläne für weitere Außenarbeitsplätze stehen schon kurz vor dem Abschluss“, erklärt der Geschäftsführer der AWO.

Der Integrationsfachdienst arbeitet mit Integrationsassistenten und Beschäftigten der AWO Siegener Werkstätten auf der Suche nach einem inklusiven Arbeitgeber eng zusammen und betreut Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg aus den Werkstätten heraus auf den ersten Arbeitsmarkt. Der Integrations-fachdienst arbeitet vorwiegend im Auftrag des Integrationsamts des Landschaftsverbands Westfalen Lippe.

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