Untersuchungen: Richtwerte werden unterschritten

(wS/sw) Siegen-Wittgenstein – Im Jahr 2013 sind in der Stadt Siegen vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) erneut Untersuchungen zur Schwermetallbelastung im Boden und in ausgewählten Gartenpflanzen durchgeführt worden. Die Gärten befinden sich im direkten und im weiteren Umfeld zweier Stahlwerke.

logo_kreissiwi_wappen_siwiDie jüngsten Kontrolluntersuchungen, deren Ergebnisse jetzt vorliegen, haben die zentralen Ergebnisse der Untersuchungen aus dem Jahr 2012 bestätigt: In Siegen geht für die Bevölkerung keine Gesundheitsgefahr durch erhöhte Schwermetall-Belastungen im Boden und durch darauf angebaute Pflanzen aus. Untersucht wurde der Gehalt von Blei, Cadmium, Chrom und Nickel in Grünkohl und Endivien. Alle Proben aus den elf Gärten haben die festgelegten Höchstwerte unterschritten. Dementsprechend ist der Verzehr von Grünkohl und Endivien im gesamten Stadtgebiet von Siegen unbedenklich.

Diese positiven Befunde sollen jetzt durch ein weiteres, kleineres Messprogramm noch einmal überprüft werden. Das beschränkt sich dann auf fünf Messpunkte im unmittelbaren Umfeld der beiden Stahlwerke. Bis zum Vorliegen dieser Ergebnisse schließt sich der Fachservice Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises Siegen-Wittgenstein der vorsorglichen Empfehlung des Landesamtes an, in folgenden Gebieten der Stadt Siegen weiterhin auf den Verzehr von Endiviensalat aus dem eigenen Garten zu verzichten: in Weidenau, in Geisweid im Bereich des Hüttentals, im Bereich der Eintracht und am Rosterberg.

Die Untersuchungen der Böden von Beeten in Kleingartenanlagen bzw. einem Hausgarten haben aber auch bestätigt, dass im Stadtgebiet von Siegen Schwermetallgehalte in Böden auftreten können, die höher sind als die nordrhein-westfälischen Durchschnittswerte. Die Gründe dafür sind höhere, natürlich bedingte Grundgehalte der oberen Bodenschichten, möglicherweise auch in Verbindung mit industriellen und bergbaulichen Einflüssen der Vergangenheit. Daraus ergibt sich jedoch kein weiterer Handlungsbedarf, da die Schwermetallgehalte die entsprechenden Prüfwerte durchgängig unterschreiten.

Die an der Untersuchung beteiligten Gartenbesitzer und weitere Interessierte werden vom LANUV, der Bezirksregierung Arnsberg und dem Kreis Siegen-Wittgenstein im Rahmen einer Veranstaltung, die noch terminiert werden wird, aus erster Hand über die Ergebnisse der jüngsten Untersuchung informiert.

Wer Fragen zu der Verzehrverzichtsempfehlung hat, kann sich an den Fachservice Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises Siegen-Wittgenstein wenden, Telefon: 0271 333-2800.

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