"Doc Maik" hilft Flüchtlingen in der DRK-Notunterkunft Burbach

(wS/drk) Burbach – 07:45 Uhr, ein grauer Passat passiert die Pforte der Security. Auf dem Gelände wird er vertrauensvoll „Doc Maik“ genannt. Seit dem 19. Oktober 2014 ist Maik Imme hauptamtlich in der „Medical Station“ der DRK Notunterkunft in Burbach tätig. Freigestellt für diese Tätigkeit ist er von der DRK-Kinderklinik in Siegen. Seit mehreren Jahrzehnten ist Maik Imme ehrenamtlich tätig im DRK-Ortsverein Siegen-Nord e.V., als Leiter Einsatzdienste und stellvertretender Rotkreuzleiter.

"Doc Maik" auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle in der Burbacher Notunterkunft. Foto: DRK

„Doc Maik“ auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle in der Burbacher Notunterkunft. Foto: DRK

Normalerweise sind es geregelte Zeiten. Von 8 bis 16.30 Uhr. Aber was ist geregelt? Notfälle kennen keine Zeiten, vor allem auf diesem Gelände nicht. Zwischen 30 und 80 Patienten „behandelt“ Maik Imme jede Tag. Ob eine Albanerin auf ihrer Flucht mehrfach vergewaltigt wurde, HIV hat und schwanger ist, abtreiben möchte und es nicht mehr kann, oder ein Syrer mehrfach angeschossen wurde und weinend vor Schmerzen vor der der “Praxis“ liegt. Kinder, welche Ausschlag haben, oder Erwachsene, welche posttraumatisch nicht mehr schlafen können. Vom Zahnschmerz über den grippalen Infekt. Hier haben wir alles, so Maik Imme.

Um auch bei Kleinigkeiten ein wenig zur Linderung beitragen zu können, sind Spenden über verschiedene Medikament wie „Grippe-Mittel“ und „leichte Schmerztabletten“ von Apotheken aus unserer Region sehr wichtig und wertvoll. Möchten Sie als Apotheke dazu beitragen ein kleines Lächeln in ein Gesicht zu zaubern, so melden sich bitte in der „Medical Station“ der DRK-Notunterkunft in Burbach (Telefon: 02736/2985968).

Die Verständigung findet überwiegend auf Englisch statt oder über einen Sozialbetreuer. Unterstützt wird Maik Imme von einer 2. Hauptamtlichen Kraft Frau Bärbel Debus, welche alle Impfangelegenheiten regelt , sowie die Kontakte zum Gesundheitsamt Siegen und dem niedergelassenem Kinderarzt Dr. Prinz pflegt. Weiterhin unterstützen 4 Teilzeitkräfte (Tim Büchner, Ellen Müller, Uwe Hof, sowie Thorsten Weil) die Krankenstation in der Woche, sowie an Wochenenden und Feiertagen.

Oftmals ist ein offenes Ohr oder ein kurzes Gespräch wertvoller als eine Schmerztablette. Abgerundet mit einer Träne durch Schicksale der Flüchtlinge, sowie einem zuversichtlichen Lächeln, welches Maik Imme und sein Team den Flüchtlingen mit auf ihren Weg gibt, trennen sich oft die Wege. Dieses Lächeln, sowie die Dankbarkeit, welche ich verbal als auch nonverbal entgegengebracht bekomme, gibt mir jeden Tag die Kraft und den Sinn, für solche Menschen da zu sein, setzt Maik Imme weiter fort.

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