Grünes Licht für Sondervariante von „Siegtal pur“

Landrat und Bürgermeister machen Weg frei für Rad-Aktionstag im oberen Siegtal

(wS/siwi) In Siegen-Wittgenstein soll es auch in diesem Jahr einen autofreien Rad-Aktionstag im Siegtal geben. Das haben Landrat Andreas Müller und die Bürgermeister Steffen Mues (Siegen) und Paul Wagener (Netphen) aktuell bekräftigt.

Siegtal Pur 2013 (103)

Archiv-Bild

Vorangegangen waren intensive Abstimmungsgespräche mit dem Ziel, den Radfreunden – darunter viele Familienausflügler – auch in diesem Jahr das beliebte Raderlebnis zu ermöglichen. Hierzu mussten etwa geplante Baustellen entlang der Strecke berücksichtigt und organisatorische Fragen geklärt werden, die sich aus der Absage der Veranstaltung im Rhein-Sieg-Kreis und dem Kreis Altenkirchen ergaben. Voraussetzung für die Durchführung des Radaktionstages in Siegen-Wittgenstein ist allerdings, dass die Strecke nicht an der Landesgrenze auf der Siegbrücke in Niederschelden endet. Letzteres wäre aufgrund der zu erwartenden Teilnehmerzahlen weder sinnvoll noch praktikabel, sind sich die Bürgermeister und der Landrat einig.

Allerdings stehen die Chancen gut, dass auch die Verbandsgemeinde Kirchen im Nachbarkreis Kreis Altenkirchen beim autofreien Radaktionstag am 5. Juli mit dabei ist. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Verbandsgemeinderat bereits gefasst. Am heutigen Donnerstag steht das Thema erneut auf der Tagesordnung. Um abschließend entscheiden zu können, hatte Kirchen um ein Signal aus Siegen-Wittgenstein gebeten, ob unsere Region den Radaktionstag wie ursprünglich geplant ausrichten werde. Das entsprechende positive Signal hat der Kreis jetzt der Verbandsgemeinde Kirchen übermittelt.

„Wenn Kirchen mit im Boot ist, können wir den vielen Radfahrfans und Inline-Skatern auch in diesem Jahr eine sehr attraktive fast 50 Kilometer lange Strecke von der Siegquelle über Netphen und Siegen bis nach Kirchen anbieten“, freuen sich der Landrat und die Bürgermeister.
Sollte der Verbandsgemeinderat in Kirchen am Abend sein positives Votum bestätigen, können mit dem morgigen Tag die konkreten Vorbereitungen für den Radaktionstag beginnen. Denn dann gibt es wie in jedem Jahr noch viele konkrete Fragen zu bearbeiten, die jedoch einer Durchführung der Veranstaltung grundsätzlich nicht mehr im Wege stehen. Die verkürzte Strecke bietet auch die Chance, dass viele ihre Tour in diesem Jahr vielleicht erstmals sogar an der Siegquelle beginnen. Wem das Hochstrampeln zu mühsam ist, der kann mit seinem Rad den Shuttlebus ab dem Siegener Hauptbahnhof nutzen. Dieser wird auf jeden Fall wieder angeboten werden. Sonderzüge entlang der Strecke wird es allerdings nicht geben können, was für den Abschnitt zwischen Siegen und Kirchen aber auch nicht zwingend erforderlich ist, sind die Organisatoren überzeugt.

Und vielleicht zieht die verkürzte Variante von „Siegtal pur“ sogar neue Gäste an, die in der Vergangenheit nicht bei uns auf der Straße waren, so Mues, Wagener und Müller: „Wir heißen alle Radfahrfans aus dem Rhein-Sieg-Kreis und aus Altenkirchen, die in diesem Jahr vor der eigenen Haustüre auf ‚Siegtal pur‘ verzichten müssen, bei uns ganz besonders herzlich willkommen. Sie haben dann von Kirchen aus die Möglichkeit, das obere Siegtal zu erkunden.“

Am Mittel- und Unterlauf der Sieg kann „Siegtal pur“ in diesem Jahr leider nicht stattfinden. Dies hatten der Kreis Altenkirchen und der Rhein-Sieg-Kreis bereits vor einiger Zeit mitgeteilt. Grund sind unumgängliche Baumaßnahmen der Deutschen Bahn auf der Siegstrecke zwischen Hennef und Au/Sieg, die vom 25. Juni bis 10. August 2015 zu einer Vollsperrung dieses Streckenabschnitts führen werden. Gleichzeitig wird die parallel zur Bahn verlaufende Straße während des gesamten Zeitraumes für den Schienenersatzverkehr benötigt und kann daher nicht für „Siegtal pur“ genutzt werden.

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