Wenn andere sich betrinken, kann es teuer werden

Gemeinschaftsprojekt von Stadt Siegen und Kreis Siegen-Wittgenstein zum Thema Jugendschutz und Suchtprävention am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung.

(wS/red) Siegen – Bis zu 50.000 Euro Bußgeld, nur weil man einmal nicht nach dem Ausweis fragt? Da staunten die angehenden Einzelhändler nicht schlecht, mit welch harten Sanktionen sie rechnen müssen, wenn sie als Verkäufer den Jugendschutz nicht beachten. Für Janina Mann kein Problem: „Wir fragen sicherheitshalber immer nach dem Ausweis, sonst gibt es nichts.“ Mit einem Projekt zum Jugendschutz und zur Suchtprävention waren Ralf Klemenz vom Jugendamt der Stadt Siegen und Bahman Pournazari vom Kreisjugendamt in den Unterstufen des Ausbildungsberufes Kaufleute im Einzelhandel am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung zu Gast.

Auszubildende aus dem Einzelhandel übten unter Anleitung von Bahman Pournazari (links) vom Kreisjugendamt in praxisnahen Situationen eine Technik zur Deeskalation. (Foto: Berufskolleg)

Auszubildende aus dem Einzelhandel übten unter Anleitung von Bahman Pournazari (links) vom Kreisjugendamt in praxisnahen Situationen eine Technik zur Deeskalation. (Foto: Berufskolleg)

Für die Auszubildenden ein Thema, das sie beruflich und privat berührt. „Es geht bei dem Projekt um Sensibilisierung, denn das Konsumverhalten ist intensiver geworden. Vor allem harter Alkohol ist beliebt bei Jugendlichen.“ so Pournazari. Das bestätigten auch die Auszubildenden. Besonders Wodka sei in allen Variationen sehr beliebt. Welche alkoholischen Getränke dürfen Jugendliche trinken, wie lange dürfen sie ausgehen? Dies waren Fragen, die in einem Teil des Projektes beantwortet wurden. „Ein zweiter Schwerpunkt unseres Projektes ist die Deeskalation. Wie gehe ich mit Jugendlichen um, die aggressiv reagieren und darauf bestehen den Alkohol zu bekommen.“, erklärte Bahman Pournazari. Die nonverbale Kommunikation spiele dabei eine bedeutende Rolle. Die Auszubildenden lernten, dass ihr Auftreten wichtiger sei, als die Worte. „Mimik, Gestik und die Körperhaltung machen insgesamt rund 97 % der Kommunikation aus.“, weiß Pournazari. In Übungen lernten die Azubis mit aufdringlichen Jugendlichen umzugehen und riskante Situationen zu bewältigen.

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