Burbacher Flüchtlingsunterkunft mit 650 statt 500 Flüchtlingen massiv überbelegt

Appell an Bezirksregierung und Innenministerium

(wS/bu) Burbach – Am Wochenende war die Flüchtlingsunterkunft in Burbach erstmals in diesem Jahr wieder überbelegt. Es befanden sich 650 Flüchtlinge in der ehemaligen Siegerlandkaserne, die lediglich für 500 Flüchtlinge ausgelegt ist. „Das ist ein eindeutiger Verstoß des Landes gegen die mit der Bezirksregierung schriftlich getroffene Vereinbarung, die Einrichtung nicht mehr überzubelegen“, betont Bürgermeister Christoph Ewers. „Die Überbelegung war damit verbunden, dass 150 Flüchtlinge nur mit Notaufnahmestandards untergebracht werden konnten. Es mussten auch Räumlichkeiten in Anspruch genommen werden, die eigentlich für Sprachunterricht und Sportangebote genutzt werden.“

Archivbild: Hercher

Es befanden sich am vergangenen Wochenende 650 Flüchtlinge in der ehemaligen Siegerlandkaserne, die lediglich für 500 Flüchtlinge ausgelegt ist. (Archivbild: Hercher)

Es drohen weitere Überbelegungen, weil zunehmend Busse mit Flüchtlingen ohne Vorankündigung ankommen oder auch in Dortmund abgewiesene Flüchtlinge sich nach Burbach auf den Weg machen. Bürgermeister Ewers fordert Bezirksregierung und Innenministerium auf, für eine geordnete Zuweisung der Menschen auf die unterschiedlichen Einrichtungen zu sorgen. „Wenn die Höchstbelegung von 500 Flüchtlingen in Burbach erreicht ist, muss das Land den Transport von ankommenden Flüchtlingen in andere Notunterkünfte oder Erstaufnahmeeinrichtungen organisieren. Wir wollen die Zustände des Jahres 2014, die wir mit viel Aufwand überwunden haben nicht erneut hier haben.“ Eine Überbelegung in Burbach sei auch brandschutztechnisch nicht zu verantworten, warnt Ewers. Hinzu komme, dass andere Regionen und Städte in NRW noch lange nicht ihrer Verantwortung nach der Unterbringung von Flüchtlingen nachkommen.

Als weiterer Schritt ist nun zwischen dem Kreis Siegen-Wittgenstein, der Stadt Bad Berleburg und der Gemeinde Burbach sowie dem DRK-Landesverband verabredet, NRW-Innenminister Ralf Jäger anzuschreiben, um auf die Umstände hinzuweisen.

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