Kreuztaler Jugendfeuerwehr übte sich als Berufsfeuerwehr

(wS/bjö) Kreuztal | Während die Kreuztaler seit Jahrzehnten dankbar sind, keine hauptamtliche Feuerwehr unterhalten zu müssen, versetzten sich jetzt 19 Mädchen und Jungen für 24 Stunden in die Lage, genau die zu sein, die andernfalls in der Wache Leystraße ihren Dienst versehen müssten. So wurde das Kreuztaler Gerätehaus vorübergehend zu einer hauptamtlich besetzten Wache – wenn auch nur zu Übungszwecken.

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Die Kreuztaler Jugendfeuerwehr und Kollegen der befreundeten Jugendfeuerwehr Düsseldorf-Kaiserswerth warteten eine ganze Schicht lang auf die „Einsätze“, die der gespielte Leitstellendisponent in der Zentrale des Gerätehauses im Laufe der 24 Stunden in die Wachschicht einspielte. Und siehe da: Es geschahen in Kreuztal ungewöhnlich viele Unglücke an jenem Wochenende – zumindest laut Plan der Jugendwarte, die für den Feuerwehrnachwuchs unterschiedlichste Notlagen inszeniert hatten. Da gab es den verunglückten Kanalarbeiter, der in Littfeld in einen Schacht gestürzt war; den Großbrand einer Spedition, der in Buschhütten den Rettungs- und Löscheinsatz aller Kräfte forderte; die kleinen Brände zwischendurch und die Rettung eines verunglückten Fahrradfahrers mit Hilfe der Drehleiter aus der „Bowl“ des Kreuztaler Bike- und Skaterparks im Schulzentrum.

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Jugendfeuerwehrleute mutierten zu Löschzugführern, Atemschutzgeräteträgern und tapferen Helden, deren private Action-Kameras – an Helm, Oberkörper und in Feuerwehrfahrzeugen befestigt – ihre mutigen Taten filmisch festhielten. So tief die Nachwuchsmannschaft nach strapaziösen Einsatzaufgaben im Schulungsraum in den Schlaf verfielen, so plötzlich riss sie am Sonntagmorgen um 6.14 Uhr zum letzten Mal der Einsatzgong aus den Träumen: Zum „krönenden“ Abschluss durfte der Feuerwehrnachwuchs einen echten Brand am Buschhüttener Freibad löschen. Die Flammen aus dem großen Abraumcontainer züngelten hoch, waren aber auch das Produkt eines vorgeplanten Drehbuchs. Ein Jugendwart resümierte die Schlagkraft der zukünftigen Wehrleute nach Schichtende treffend: „Da kann sich so mancher erwachsene Feuerwehrmann eine Scheibe von abschneiden.“

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Fotos: Björn Hadem

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