Altwerden ist nichts für Feiglinge

Motivationsveranstaltung mit dem Siegener Theologen und Journalisten Günther Klempnauer am 19. November 2015 Uhr um 16 Uhr im Ratssaal Netphen.

(wS/ne) Netphen 12.11.2015 | So lautet der Titel des letzten Buches von Blacky Fuchsberger, von dem Günther Klemp-nauer unter anderem in seinem Vortrag über unvergleichliche Begegnungen mit hochbetagten Persönlichkeiten erzählt. Freimütig haben sich diese Prominenten, aus ihrer persönlichen Erfahrung oder auch aus wissenschaftlicher Perspektive, mit ihm über die Probleme des Alt-werdens unterhalten. Aus den Gesprächen sammelte der Referent motivierende und nach-denkliche Zitate und Anekdoten, von denen nun kurze Auszüge folgen:

Senioren-Servide-Stelle Netphen_LogoVor einem halben Jahr bekannte der an Parkinson erkrankte 90-jährige SPD-Politiker Dr. Hans Jochen Vogel: „Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Nach einem gemeinsamen Tag mit der damals 84-jährigen Mut-ter Teresa bewahrheitete sich ihre Aufforderung: „Lass nicht zu, dass du jemandem begegnest, der nach der Begegnung mit dir nicht glücklicher geworden ist.“

Der damals 103-jährige Schauspieler Johannes Heesters verriet, wie er sich im Alter fit hält: „Noch heute gehe ich zweimal in der Woche ins Kraftstudio, dazu muss man Mut, Geduld und Ausdauer mitbringen.“ Die Bedeutung einer engen Verbindung zwischen Muskelfunktion und Gehirn, hat auch schon der 91-jährige Ehrenpräsident des Weltverbandes Sport und Medizin, Prof. Dr. Wildor Hollmann erforscht. Bei entsprechender körperlicher Belastung könne die Gedächtnisleistung bis ins hohe Alter beibehalten werden. Der 64-jährige Neurologe Prof. Dr. Gerald Hüther macht darauf aufmerksam, dass unser Gehirn bis ins hohe Alter intakt bleibt, wenn es stetig mit neuen Eindrücken und Anforderungen trainiert wird. Soziale Kontakte, insbesondere generationsübergreifende, seien die beste Möglichkeit Neues zu lernen.

„Wer sich im Alter trotz zunehmender Beschwerden der Torschlusspanik hingibt, ver-gisst, dass sich neue Tore öffnen, während sich die alten schließen.“ Unter diesem As-pekt soll in diesem Vortrag das ganze Spektrum der Altersprobleme von Körper, Seele und Geist umfassend und lehrreich angesprochen werden. Günther Klempnauer, selbst fast 80 Jahre alt, hat in seinem Leben viele Rückschläge erlitten und Höhen gelebt. Neben seiner persönlichen Lebenserfahrung bringt er auch seine seelsorglichen Erfahrungen, die er bei-spielsweise im Gesprächsaustausch in Seniorenresidenzen gesammelt hat und Informationen aus 20 selbstverfassten Büchern ein.

Ein unterhaltsamer und inspirierender Vortrag, der Mut macht, den eigenen Horizont zu erweitern mit anschließender Diskussion.

Eine Veranstaltung der Senioren-Service-Stelle der Stadt Netphen“. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos unter: 02738-603-145 oder e.vitt@netphen.de sowie www.netphen.de.

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