Erlebe den goldenen „Herbst“ des Lebens

Günther Klempnauer spricht im Netphener Rathaussaal über das Altwerden

(wS/ne) Netphen 26.11.2015 | „Altwerden ist nichts für Feiglinge, aber für Mutige, die sich den Herausforderungen stellen“, sagte der erfahrene Journalist und Theologe im Rahmen einer Mutmach- und Vortragsveranstaltung am 20. November über das Thema Altwerden im Netphener Rathaussaal. Die Veranstaltung wurde von Eva Vitt, der Leiterin der Senioren-Service Stelle initiiert und fand, wie dem proppenvollen Saal zu entnehmen war, reges Interesse beim Publikum. Netphens Bürgermeister Paul Wagener begrüßte Klempnauer, der, so Wagener: „über eine eindrucksvolle berufliche Karriere verfügt und die Höhen und Tiefen des Lebens ganz genau kennt.“

Es war das erste Mal, dass Günther Klempnauer über den Umgang mit dem goldenen „Herbst“ des Lebens referiert.

Es war das erste Mal, dass Günther Klempnauer über den Umgang mit dem goldenen „Herbst“ des Lebens referiert.

Es war das erste Mal, dass Günther Klempnauer über den Umgang mit dem goldenen „Herbst“ des Lebens referiert. Er berichtete über zahlreiche eindrucksvolle Gespräche mit weltbekannten Persönlichkeiten wie Mutter Teresa, dem Benediktinermönch Notkar Wolf und dem Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther, die essentielle lebensphilosophische Impulse über die Altersproblematik weitergaben und für dessen Weisheiten er als „Sprachrohr“ fungieren will. Ein zentraler Bestandteil der Gespräche und Interviews ist für Klempnauer auch immer die Sinn- und Gottesfrage.

Zunächst betonte Klempnauer wie wichtig die eigene geistige Einstellung über das Altwerden ist. Notkar Wolf, ein 76-jähriger Benediktinermönch schilderte Klempnauer, wie wichtig auch im Alter die Fähigkeit ist, kindliche Eigenschaften wie Neugier, Begeisterung, Vertrauen, Gauben und das Staunen über die kleinen Dinge des Lebens, aufrechtzuerhalten. Wolfs Vision lautet: „Open End – bis sich einmal vor mir der Himmel, die Unendlichkeit öffnet.“

Die Begeisterungsfähigkeit sei nicht nur für junge Menschen seelisches Balsam, sondern auch für Ältere. Laut dem 64-jährigen Neurologen und Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther, bleibe das menschliche Gehirn bis ins hohe Alter intakt, wenn wir uns mit Dingen beschäftigen, die uns Spaß und Freude bereiten und uns zum Denken anregen. Auch die sportliche Aktivität könne den Alterungsprozess aufhalten. Denn: Bewegung fördert die Durchblutung und regt das Nervenwachstum an. Doch für das seelische Wohl ist für Klempnauer auch der Glaube an Gott sehr entscheidend, da er in allen Lebenslagen Halt und Zuversicht gibt. So verrät auch der ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts Klempnauer vor einigen Jahren, dass Gott sein „Standbein“ und Lebenselixier sei, während seine Position als Bundestrainer lediglich sein „Spielbein“ sei.

Die Veranstaltung fand reges Interesse beim Publikum.

Die Veranstaltung fand reges Interesse beim Publikum.

„Tu, wo du bist, was du kannst, mit dem, was du hast“, empfahl Klempnauer seinen aufmerksamen Gästen. Auch im Alter sei es wichtig, die eigenen Gaben zu entdecken und im Rahmen seiner Fähigkeiten besondere Aufgaben zu erfüllen. Auch die Strukturierung des Alltags und das Setzen von Prioritäten sind im Alter wichtig, um seine Lebenszeit sinnvoll zu gestalten.

Den unterhaltsamen und beeindruckenden Vortrag beendete Klempnauer mit einer Lebensweisheit von Karl Friedrich von Weizsäcker, der zu ihm sagte: „Nicht die eigene Leistung bereichert im Alter, sondern das, was man geschenkt bekommen hat.“ So war die zentrale Botschaft auch jene, die Mutter Teresa in die Welt gegeben hat, nämlich dass das Geheimnis eines glücklichen Lebens darin liegt, unsere Liebe an andere Menschen weiterzugeben.

Fotos: Stadt Netphen

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