Wenn Soziale Netzwerke den Klassenfrieden stören

Workshop mit dem Titel „Sofortmaßnahmen bei Konflikten im Internet“ am 01. Dezember 2015

(wS/ots) Siegen 08.12.2015 | Streit in sozialen Netzwerken, Privatsphärenverletzungen mit dem Smartphone oder das Verbreiten von Nacktbildern – leider kommt es gerade unter Jugendlichen immer wieder zu Konflikten, in denen das Internet eine wichtige Rolle spielt. Viele dieser Konflikte wirken sich auf den Schulalltag aus oder haben teilweise sogar dort ihren Ursprung.

Wie kann Schule hier reagieren? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich am 01. Dezember 2015 erneut ein Workshop mit dem Titel „Sofortmaßnahmen bei Konflikten im Internet“ im Kulturhaus Lyz, zu dem der Siegener Kriminalpräventionsverein „Impuls“ in Kooperation mit der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein eingeladen hatte.

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„Wenn ein solcher Konflikt beispielsweise in einer Klassengruppe existiert, leidet darunter oft die Klassengemeinschaft und nicht zuletzt auch das Unterrichtsklima. Drastische Fälle, wie beispielsweise das Verbreiten von Nacktaufnahmen einzelner Schülerinnen und Schüler, führen nicht selten dazu, dass sich die Betroffenen nicht mehr zur Schule trauen“, stellt Moritz Becker vom Verein „Smiley – Verein zur Förderung der Medienkompetenz e.V.“ aus Hannover fest, der den Workshop leitete.

Die teilnehmenden knapp 20 Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter aus dem ganzen Kreisgebiet erfuhren in der ganztägigen Veranstaltung, wie auf solche Phänomene reagiert werden kann, die auf den ersten Blick viel undurchschaubarer wirken als ein klassischer Konflikt auf dem Schulhof.

„Wichtig ist, dass Lehrer und Sozialarbeiter wissen, wie angemessen mit den betroffenen Opfern und den Tätern umgegangen werden kann und wie eine weitere Eskalation zu verhindern ist“, erklärte Kriminalhauptkommissar Torsten Heider, der Leiter des Kriminalkommissariats Vorbeugung der Kreispolizeibehörde. Dazu gehört auch zu wissen, was eine Schule darf, wann das Einschalten der Polizei hilfreich oder sogar geboten ist und in welchen Fällen es sinnvoll sein kann, die betroffenen Eltern unmittelbar einzubinden.

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