Verein deutsch-türkischer Akademiker kochte im Café Patchwork

Wenn Gemeinschaft durch den Magen geht

(wS/red) Siegen 13.10.2016 | Ein Zusammentreffen der besonderen Art hat sich im Café Patchwork ereignet. Hier kochte der Verein deutsch-türkischer Akademiker für die Besucher des Tagesaufenthalts, einer Einrichtung der Sozialen Dienste der Diakonie in Südwestfalen, wo Menschen, auch die ohne festen Wohnsitz, Hilfe bekommen. Anlässlich des muslimischen Opferfestes wurde für die Gäste Rind mit Reis und Salat angerichtet. Als Nachtisch gab es Muhallebi, einen türkischen Pudding.

verein-deutsch-tuerkischer-akademiker_vdta_logoDer Verein deutsch-türkischer Akademiker besteht seit 20 Jahren und hat seinen Hauptsitz in Geisweid. Er unterstützt Jugendliche mit Migrationshintergrund bei Abitur und Studium. Der stellvertretende Leiter Enes Günes hofft auf weitere Projekte dieser Art. „Solche Feste eignen sich sehr gut, um Solidarität zu zeigen und Vorurteile gegenüber anderen Kulturen abzubauen. Die Diakonie in Südwestfalen ist ein guter Partner. Wir hoffen noch weitere religiöse Feste, egal ob christlich oder muslimisch, gemeinsam feiern zu können.“

Das Cafe Patchwork bietet Menschen, die von Armut betroffen sind und/oder keinen festen Wohnsitz haben, jeden Tag ein Frühstück und mittags ein warmes Essen für kleines Geld an. Die Besucher können außerdem erledigen, was sie auch in einer eigenen Wohnung tun würden. Sie können ihre Wäsche waschen und trocknen, sich duschen, Fernsehen gucken, Darts und andere Spiele spielen oder Kontakte knüpfen. „Vereinsmitglieder und Café-Besucher hatten kaum Berührungsängste, was uns sehr freut“, sagte Leiterin Barbara Wied.

Der Verein und das Café Patchwork denken bereits jetzt über eine weitere Zusammenarbeit nach, vielleicht sogar über weitere, gemeinsam gestaltete Mittagessen: Weil Gemeinschaft eben auch über den Magen geht.

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