Frauen Union zu Gast bei den Siegener Versorgungsbetrieben

(wS/red) Siegen 17.07.2017 | Wasser kommt aus der Leitung, wir brauchen nur den Hahn aufzudrehen. Wasser hat im Siegerland eine hervorragende Qualität. Wasser ist immer frisch. Wasser ist ein günstiges Lebensmittel.

So erleben Verbraucher die Trinkwasserversorgung in unserer Region. Dass mehr hinter der reibungslosen Versorgung steht, davon konnte sich die Frauen Union Siegen-Wittgenstein bei der Besichtigung des Siegener Trinkwasserhochbehälters am Lindenberg ein Bild machen.

Bernd Dieter Ferger, technischer Leiter der Siegener Versorgungsbetriebe GmbH, und Elektromeister Thorsten Haardt erklärten das Versorgungssystem: Die Siegener Versorgungsbetriebe betreiben insgesamt 25 Trinkwasserhochbehälter, 6 Druckerhöhungsanlagen und ein Trinkwassernetz mit 86 Teilnetzen bzw. Druckzonen. Das gesamte Versorgungsgebiet der SVB ist gekennzeichnet durch topographische Höhenunterschiede, die eine Bildung von Teilnetzen bedingen, um somit einen verbraucherfreundlichen Druck am Wasserhahn zu gewährleisten. Dabei gilt es Höhenunterschiede von etwa 200 Metern zu meistern.

Frauen Union zu Gast bei den Siegener Versorgungsbetrieben (Foto: privat)

Der Clou: Aus der kinetischen Energie des Wassers wird vor Ort Strom gewonnen, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. „Eigentlich logisch“, erläutert Herr Ferger, der vor Jahren auf diese Idee gekommen ist: „So eine Anlage zur Stromerzeugung amortisiert sich innerhalb weniger Jahre.“

Die gute Trinkwasserqualität wird mit etwa 300 Pflicht- und zahlreichen freiwilligen Proben sichergestellt. Wasserverluste durch Leckagen werden Dank der ausgeklügelten Überwachung des Systems in der Regel rasch erkannt und behoben. Dass alles funktioniert, dafür sorgen die 130 Mitarbeiter der SVB. 10 % der Belegschaft befinden sich in einer Berufsausbildung, so dass auch in Zukunft stets ausreichend man- (und frau-)power zur Verfügung steht.

Trinkwasser gibt es im Siegerland glücklicherweise ausreichend. Wassersparen in Grenzen macht Sinn. Allerdings ist der Fixkostenanteil, der für die flächendeckende Rund-um-die-Uhr-Versorgung erforderlich ist, mengenunabhängig. Geringe Verbrauchsmengen führen dazu, dass Kanäle gespült werden müssen, mit Wasser.

Auch für den Notfall sind die Siegener Versorgungsbetriebe gut gerüstet: Ein Maßnahmenplan besteht unter anderem auch für einen Stromausfall. Durch den Vordruck aus den höher gelegenen Hochbehältern ist die Trinkwasserversorgung stromlos möglich. Für Bereiche, die durch eine Pumpenanlage versorgt werden, gibt es Notfallpläne, die innerhalb kürzester Zeit greifen, so dass in diesen Versorgungszonen mittels eigener Stromerzeugung die Pumpen betrieben werden können.
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