Projekt „Zusammenleben gestalten“ in den Startlöchern

Wohnungsgenossenschaft soll gegründet werden

(wS/red) Burbach 22.07.2017 | Im Rahmen einer Informationsveranstaltung Anfang Juli konnten sich schon zahlreiche Bürger über die Pläne zur Gründung einer Wohnungsgenossenschaft in Holzhausen informieren. Jetzt stellten die Projektverantwortlichen um Annette Hering und Bürgermeister Christoph Ewers die von Architekt Dietmar Winkel erstellten Entwürfe des neuen Wohnquartiers, dass von einer Genossenschaft errichtet werden soll, vor. „Wir waren sehr angetan vor der großen Resonanz auf unsere Einladung zur Informationsveranstaltung“, freuten sich die Beiden im Rahmen des Pressegesprächs. „Das zeigt, dass der Bedarf nach kleinen und vor allen Dingen bezahlbarem Wohnraum da ist.“

16 Wohneinheiten sollen in einer Größenordnung von rund 40 bis 75 qm Wohnfläche eingefasst in das bauliche Umfeld entstehen: „Besonders angesprochen sind 1- bis 2-Personenhaushalte. Gerade ältere Menschen suchen häufig einen Ersatz für großzügige Einfamilienhäuser aufgrund des hohen Pflegeaufwands in und um das Haus“, so Christoph Ewers. „Aber auch preiswert soll der Wohnraum sein, damit auch Menschen mit geringerem Einkommen und Vermögen, beispielsweise Mieter mit Wohnberechtigungsschein, eine gute Unterkunft haben“, ergänzt Annette Hering.

Mit dem Projekt „Zusammenleben gestalten“ sollen 16 Wohneinheiten in Holzhausen entstehen. Geplant ist, eine Genossenschaft zu gründen, die das Projekt umsetzt. (Grafik: Architekturbüro)

Doch nicht nur die Menschen, die später dort wohnen, sollen von dem Projekt profitieren können. „Wir haben uns bewusst für die Option Wohnungsgenossenschaft entschieden. Das Modell ist in unserer Region durch Hauberg- oder Waldgenossenschaften oder im Energiebereich stark verankert. Da liegt es auf der Hand, eine solche Organisationsform auch den Wohnungsbau zu nutzen“, sagt Christoph Ewers. „Das Prinzip wird von den grundlegenden Werten der Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverantwortung mit dem Ziel, gemeinsame wirtschaftliche, soziale oder kultureller Bedürfnisse zu befriedigen. Ich finde, dass passt hier ausgezeichnet“, macht Annette Hering deutlich. Deshalb habe man auch den Projekttitel so ausgewählt. Es gehe darum, gemeinschaftlich etwas für die Zukunft zu entwickeln und so praktische Teilhabe zu ermöglichen.

Stellvertretend für die Initiatoren des Projektes „Zusammenleben gestalten“ stellten Annette Hering und Bürgermeister Christoph Ewers die Pläne zur Gründung einer Wohnungsgenossenschaft in Holzhausen vor. (Foto: Gemeinde Burbach)

Zur Umsetzung des konkreten Wohnprojektes ist angedacht, mindestens 30 Prozent des benötigten Eigenkapitals durch Wohnungsgenossen zur Verfügung zu stellen. „Es gibt verschiedene Mitgliedschaftsformen: zum einen als investierendes Mitglied ohne Wohninteresse, zum anderen als investierendes Mitglied mit späterem Wohninteresse“, stellt Ewers dar. „Als dritte Beteiligungsform ist eine Fördermitgliedschaft möglich. Bis zum eigenen Einzug wird die Wohnung über die Genossenschaft vermietet“, skizziert Annette Hering die weitere Option.“ Die weiteren 70 Prozent werden örtliche Banken und die KfW-Förderbank zur Verfügung gestellt.

„Es gibt ein Formular, mit dem eine Interessensbekundung ausgesprochen werden kann“, sagt Annette Hering. „Das Formular ist in der Firmenzentrale in Holzhausen erhältlich oder wird auf Wunsch per E-Mail zugesandt.“ Auch im Vorzimmer von Bürgermeister Christoph Ewers kann das Formular abgeholt werden. Abhängig von der Anzahl der Interessenten wird dann festgelegt, wie viele Anteile in welcher Höhe gezeichnet werden können. „Im Anschluss an die Interessensbekundung laden wir dann diejenigen ein, die sich gemeldet haben, um dann über die Einzelheiten zu informieren und um die Genossenschaft mit Vorstand und Satzung zu gründen“, erläutert Annette Hering die nächsten Schritte. Fachlich wird der Gründungsprozess und die Berechnung der Wirtschaftlichkeit durch den Genossenschaftsverband begleitet.
Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Frau Büttner, die unter der Nummer 02736/27-115 zu erreichen ist. Architekt Dietmar Winkel hat als Investitionssumme rund 2,1 Millionen Euro kalkuliert.

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