Betrügerische Anrufe… einmal als falscher Kriminalbeamter, einmal als falscher Microsoft-Support-Mitarbeiter

(wS/ots) Bad Berleburg/Burbach 06.11.2017 | Auch am vergangen Wochenende riefen wieder unbekannte Betrüger bei Siegen-Wittgensteiner Bürgern an. In allen (vier) Fällen blieben die Anrufer jedoch glücklicherweise erfolglos.

In Bad Berleburg hatte sich am Freitagabend ein noch unbekannter Anrufer bei einer 78-jährigen Seniorin gemeldet und sich als falscher Kriminalbeamter der Wache Bad Berleburg ausgegeben. Nach der üblichen Masche hatte er zunächst vorgetäuscht, dass es in der letzten Zeit viele Einbrüche im Wohnumfeld der Seniorin gegeben habe. Alsdann fragte er die 78-Jährige gezielt nach wertvollem Besitz in ihrer Wohnung aus. Die Seniorin alarmierte jedoch vorbildlich sofort nach dem Gespräch die richtige Polizei.

Betrügerische Anrufe… einmal als falscher Kriminalbeamter, einmal als falscher Microsoft-Support-Mitarbeiter (Symbolbild: Kay-Helge Hercher / wirSiegen.de)

In Burbach wurde ein 81-jähriger Senior am Freitag und Samstag von Englisch sprechenden Telefonbetrügern gleich mehrfach kontaktiert. Da der Senior des Englischen nicht mächtig ist, legte er jeweils sofort wieder auf. Polizeiliche Ermittler ergaben alsdann, dass bei der angezeigten Telefonnummer sich Personen als falsche Microsoft-Support-Mitarbeiter melden und dann vortäuschen, dass man einen Virus auf dem Computer habe, der dann nach Anweisungen der Betrüger gelöscht werden soll. Hierbei wird den Betrügern dann ein Fernzugriff auf den Rechner ermöglicht, so dass diese nun ohne Zutun des Eigentümers den Computer bedienen können. Hierbei können sensible Daten ausgespäht oder zusätzliche Spionageprogramme installiert werden. Letztlich wird für die angebliche Serviceleistung ein Geldbetrag gefordert, welcher in der Regel mittels Kreditkarte bezahlt wird. In diesem Zusammenhang gelangen die Täter jedoch auch noch an die Kreditkartendaten des Opfers. Grundsätzlich ist anzumerken, dass Microsoft nie unangemeldet oder unaufgefordert Support-Anrufe tätigt, um Computerprobleme zu beheben.

Die Kriminalpolizei rät daher:

Beenden sie solche Telefonate umgehend!

Sollten bereits Änderungen erfolgt sein, trennen sie umgehend die Internetverbindung und lassen sie den Computer fachkundig auf mögliche Schadsoftware überprüfen!

Nehmen sie keine Zahlungen vor!

Die Polizei warnt deshalb nochmals vor den geschilderten Modi operandi und rät zu entsprechender Vorsicht. Im Zweifelsfall sollte man sich nicht scheuen, sofort über den polizeilichen Notruf 110 Kontakt zur echten Polizei aufzunehmen.
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