Warnstreik der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen

(wS/red) Siegen-Wittgenstein/Olpe 07.04.2018 | Vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes am 15. und 16. April gehen die Beschäftigten wiederum in einen ganztägigen Ausstand, um mehr Druck zu machen für ihre Forderungen nach 6 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro pro Monat.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in der Region Siegen-Wittgenstein/Olpe ruft deshalb die Beschäftigten des Bundes und der Kommunen in den Stadt-, Gemeinde- und Kreisverwaltungen, den Stadtwerken, den Entsorgungsbetrieben sowie Teile des Landesbetrieb Straßen NRW und Beschäftigte in weiteren Bundesdienststellen zum Warnstreik auf. Schon in der Frühe geht es am Dienstag, 10. April, mit Bussen zur zentralen Kundgebung nach Dortmund.

Bereits am 20. März diesen Jahres wurde, wie hier in Siegen, demonstriert. (Archivbild: Kay-Helge Hercher)

Neben Lohnerhöhungen fordert ver.di eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat. Gleichzeitig soll die Übernahmeregelung nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung wieder in Kraft treten. In zentralen Punkten liegen die Verhandlungspartner bisher weit auseinander. „Wenn der öffentliche Dienst die Fachkräfte von morgen möchte“, so ver.di-Gewerkschaftssekretär Michael Schnippering, „dann muss er den Azubis heute Perspektiven bieten können.“ Eine verbindliche Übernahme sei daher zwingend notwendig, zumal der Wettbewerb um die besten Nachwuchskräfte längst begonnen habe.

Der Öffentliche Dienst dürfe den Anschluss zur freien Wirtschaft nicht verlieren, deshalb müssten die Gehälter deutlich steigen. „In zehn Jahren gehen die Baby-Boomer in den Ruhestand. Wenn wir den Beschäftigten keine attraktiven Einkommen bieten können, wird es massive Probleme geben, Stellen zu besetzen.“

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