Kommunalpolitiker informierten sich über Ausbaupläne der Universität Siegen

(wS/red) Siegen 13.08.2018 | Bei einem Besuch des neuen Campus Unteres Schloss informierten sich jetzt die Mitglieder der Siegener SPD-Fraktion über die laufenden und weiterhin geplanten Ausbau- und Umzugspläne der Siegener Universität. „Das Projekt ‚Uni kommt in die Stadt‘ ist ein Glücksgriff für Siegen, da die Innenstadt belebt und städtebaulich aufgewertet wird. Die SPD-Fraktion steht den Plänen der Universität daher grundsätzlich positiv gegenüber“, machte Detlef Rujanski, der Vorsitzende der Siegener SPD-Fraktion, die Unterstützung der Sozialdemokraten zu diesem Vorhaben deutlich.

Als kompetente Ansprechpartner standen den Lokalpolitikern Pressesprecher André Zeppenfeld, Bau-Dezernent Jörg Münker und Christian Vitt, Leiter der Abteilung Flächen- und Liegenschaftsmanagement der Universität Siegen, zur Verfügung. Bei einem Rundgang über den Campus Unteres Schloss stellten Jörg Münker und Christian Vitt die Pläne für die sich im Bau befindlichen Hörsäle im Karstadt-Gebäude, sowie die Mensa im Obergraben vor und gaben einen Überblick über die bereits erfolgten Umbauarbeiten des Unteren Schlosses. Eine besondere Herausforderung stellte dabei der Denkmalschutz dar, da nicht nur das gesamte Gebäude des Unteren Schlosses unter Denkmalschutz steht, sondern auch bei den Sanierungsarbeiten Bodendenkmäler gefunden wurden.

Mitglieder der Siegener SPD-Fraktion besuchten jetzt den Campus Unteres Schloss der Universität Siegen. Dort ließen sie sich u. a. von Bau-Dezernent Jörg Münker (7.v.r.) und Christian Vitt (5.v.r.), Leiter der Abteilung Flächen- und Liegenschaftsmanagement der Universität Siegen, über die aktuellen und geplanten Baumaßnahmen und Umzugspläne der Universität Siegen informieren. (Foto: SPD-Fraktion Siegen)

„Zu einem richtigen Campus gehören nicht nur Bürogebäude und eine Bibliothek, sondern insbesondere auch Hörsäle, in denen unterrichtet und gelehrt wird, und eine Mensa, in der sich die Studierenden kostengünstig verpflegen können“, so Rujanski. „Ich bin froh, dass mit diesen beiden laufenden Baumaßnahmen der Campus Unteres Schloss nun vervollständigt wird. Mit dem Aufzug im Mensagebäude werden auch die Barrierefreiheit und der Zugang des gesamten Campus deutlich verbessert, da die Bushaltestelle direkt vor dem Mensagebäude geplant ist.“

Neben der Fakultät III (Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht), die im Unteren Schloss angesiedelt ist, sollen in den nächsten Jahren noch zwei weitere Fakultäten vom Haardter Berg in die Siegener Innenstadt umziehen. Geplant ist, die Fakultät I (Philosophische Fakultät) im Bereich der vorderen Friedrichstraße und die Fakultät II (Bildung, Architektur, Künste) im Bereich Löhrtor anzusiedeln. Die Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät und die Lebenswissenschaftliche Fakultät sollen aufgrund des hohen Platzbedarfs dauerhaft am Haardter Berg verbleiben und am Campus Adolf-Reichwein-Straße, der aktuell kernsaniert wird, gebündelt werden, erfuhren die Sozialdemokraten.

„Wenn letztendlich rund 12.000 Studierende in der Siegener Innenstadt studieren, muss auch an ausreichend Parkplätze und alternative Verkehrskonzepte gedacht werden“, gab Rujanski Bedenken von besorgten Bürgerinnen und Bürgern weiter, auf die die SPD-Lokalpolitiker immer wieder angesprochen werden. Die Uni-Vertreter erklärten, dass ein Mobilitäts-Konzept fester Bestandteil des Projekts „Uni kommt in die Stadt“ sei. Dabei geht es um die Nutzung von „Park&Ride“-Systemen und die Verstärkung von Möglichkeiten, per Fahrrad den Innenstadt-Campus zu nutzen. In diesem Zusammenhang werde auch an zwei Standorten geprüft, zusätzliche Parkhäuser zu errichten, die die eigentliche Kernstadt entlasten sollen.

Auf das Ziel der Volluniversität angesprochen, erläuterte Zeppenfeld den SPD-Politikern, dass zum kommenden Wintersemester erstmals der Studiengang Psychologie in Siegen angeboten werde. Außerdem startet im Rahmen des bundesweit beachteten Modellprojekts „Medizin neu denken“ der Studiengang „Humanmedizin Bonn-Siegen“ an der Universität Bonn. Die Medizin-Studierenden beginnen an der Universität Bonn, wechseln jedoch im Laufe ihres Studiums nach Siegen.

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