SEK-Einsatz nach Bedrohungslage in Gummersbach-Derschlag

(wS/ots)  10.01 2019 Gummersbach-Derschlag | UPDATE | Die Durchsetzung einer Zwangsräumung endete am Donnerstagmorgen (10. Januar) mit dem Tod des 56-jährigen Wohnungsinhabers.

Eine Gerichtsvollzieherin war mit der Räumung eines Hauses an der Kölner Straße beauftragt und hatte die Polizei zur Unterstützung hinzugezogen. Nachdem das Haus gegen 08.45 Uhr gemeinsam betreten worden war, traf man in einem Zimmer auf den 56-jährigen Bewohner.

Dieser erhob drohend eine Faustfeuerwaffe, woraufhin sich Polizei und die Gerichtsvollzieherin aus dem Haus zurückzogen. Kurz darauf fiel in dem Haus ein Schuss, wobei der Geschehensablauf zu diesem Zeitpunkt völlig unklar war.

Um eine Gefährdung für Unbeteiligte auszuschließen, zog die Polizei eine Vielzahl von Kräften aus dem Oberbergischen Kreis zusammen und sperrte das Umfeld des Hauses ab. Davon betroffen war auch die Bundesstraße 55, so dass es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kam.

Ein hinzugezogenes Spezialeinsatzkommando drang gegen 11.00 Uhr in die Wohnung ein und fand den 56-Jährigen tot auf. Nach ersten Ermittlungen hat sich der Mann mit einer manipulierten Gaspistole das Leben genommen. Eine Gaspistole kann nach Erreichen des Mindestalters von 18 Jahren erlaubnisfrei erworben werden. Der Mann war polizeilich bisher nicht in Erscheinung getreten.

ERSTMELDUNG | Kurz nach 8:00 Uhr ist es im Rahmen einer Zwangsräumung zu einer Bedrohungslage in Derschlag gekommen. Eine männliche Person hat dabei eine Gerichtsvollzieherin und Polizisten mit einer Schusswaffe bedroht. Diese brachen die Zwangsräumung ab, verließen das Haus und forderten weitere Einsatzkräfte an.

Kurze Zeit später war ein Schuss zu hören. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) wurde hinzugezogen. Nachdem die Beamten das Einfamilienhaus umstellt hatten und das Haus betraten fanden sie eine männliche Leiche. Nach ersten Erkenntnissen hat sich der Mann selbst erschossen. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

Fotos: Andreas Trojak / wirSiegen.de