Wandertage des Siegerland Turngaus an der Mosel

(wS/Si) Siegen-Wittgenstein 19.10.2021 | Turngau-Wandergruppe auf herrlichen Wandertouren an der Mosel

Auch im goldenen Herbst lässt sich wunderbar wandern. Und so war es gar nicht schlimm, dass die eigentlich für Mai geplanten Wandertage an der Mosel Corona-bedingt in den Oktober verschoben werden mussten. Bei herrlichem goldenen Oktoberwetter traf sich die Wandergruppe um Ehrenfried und Juliane Scheel Sonntag-Nachmittag in Cochem.

Die Gruppe vor der Kulisse der Reichsburg

Noch am Nachmittag stand die Besichtigung des Bundesbank-Bunkers auf dem Programm.
Gut eingepackt in warme Jacken – im Bunker herrscht stets eine Temperatur von 12 Grad – folgten die Wanderinnen und Wanderer mit großem Interesse den Worten des Gästeführers. Jahrzehntelang war die Bunkeranlage eines der bestgehüteten Geheimnisse der Bundesrepublik Deutschland. Zwischen den Moselhängen lagerten hier von 1964 – 1988 während der Zeit des Kalten Krieges in einer unterirdischen Bunkerfestung 15 Milliarden D-Mark einer Ersatzwährung, die bei einem Wertverlust der Mark durch eingeschleustes Falschgeld die deutsche Währung ersetzt hätte.

Der Premium-Wanderweg „Cochemer Ritterrunde“ füllte den ersten Wandertag bestens aus, denn am Ende des Tages hatten die 21 Wandersleut 20 abwechslungsreiche Kilometer sowie mehr als 800 Höhenmeter in den Beinen. Auf der Ritterrunde erklommen die Turngau-Vertreter zunächst das Pinnerkreuz mit einem phänomenalen Blick auf die Reichsburg und das lebhafte Örtchen an der Mosel. In den mächtigen Mauern der verwunschenen stattlichen Burgruine Winneburg legte die Gruppe ihre Mittagsrast ein. Auf der Fortsetzung der anspruchsvollen Wanderung gab es immer wieder traumhafte Ausblicke auf das Moseltal.

Die Gruppe am Calmont-Gipfelkreuz

Den Wandertag Nummer 2 erlebte die Gruppe auf der anderen Moselseite. Vom Hotel aus ging es über den Mosel-Höhenweg zum spektakulären Aussichtspunkt Brauselay, der „Loreley der Mosel“, und weiter bis Valwigerberg. Der Moselsteig führte als gut gesicherter Schluchtweg hinunter in das Wein-Örtchen Bruttig-Fankel. Für den Rückweg nach Cochem entschied sich die Gruppe für den Breva-Weinsteig, auf dem Trittsicherheit und Schwindelfreiheit absolut notwendig waren. Als diese anspruchsvolle Etappe gemeistert war, führte die knapp 18 Kilometer Wanderroute auf dem Moselsteig zurück nach Cochem.

Für den dritten Wandertag hatten sich die beiden Scheels für die Region Calmont mit dem steilsten Weinberg Europas entschieden. Nach der kurzen Zugfahrt bis Ediger-Eller entschied sich die eine Hälfte der Gruppe, den Calmont-Weinberg über den Klettersteig zu meistern, die andere Hälfte blieb im Tal und nutzte den Moselradweg bis Bremm. Der Klettersteig mit seinen vielen Tritteisen, den drei Leitern und den Seilversicherungen stellte ein ganz besonderes Wanderhighlight dar.

Von Bremm aus ging die dann wieder komplette Gruppe auf dem Calmont-Höhenweg hinauf zum Gipfelkreuz, das einen herrlichen Blick auf die Moselschleife und die Klosterruine Stuben freigab. Über den Kamm schlängelte sich der Pfad vorbei an dem Römischen Höhenheiligtum und verschiedenen tollen Aussichtspunkten zum Steilabstieg hinunter nach Ediger-Eller, von wo es mit dem Zug wieder in die Nachbarstadt Cochem ging.

Am Ende der vier wunderschönen Wandertage an der herbstlichen Mosel bedankte sich das Ehepaar Scheel für die ausgezeichneten Ausdauerleistungen, den Spaß und die tolle Gemeinschaft in der bunt zusammengewürfelten Gruppe.

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