(wS/ksb) Kreis Siegen-Wittgenstein 15.05.2026 | Es ist eine Nachricht, auf die viele Vereinsvorstände im Kreis lange gewartet haben: Das neue Förderprogramm „Moderne Sportstätte NRW“ ist offiziell an den Start gegangen – und mit ihm fließen rund 3,1 Millionen Euro in die Sportlandschaft von Siegen-Wittgenstein. Das hat der Kreissportbund Siegen-Wittgenstein e.V. (KSB) am Freitag bekannt gegeben. Die Mittel sollen Sanierungen, Modernisierungen und sogar Neubauten auf vereinseigenen Sportstätten ermöglichen – und damit dort ankommen, wo der organisierte Sport jeden Tag stattfindet: in den Vereinen selbst. Die Verteilung der Fördergelder spiegelt die Größe der jeweiligen Sportlandschaft wider. Die Stadt Siegen erhält als Oberzentrum mit ihren 146 Sportvereinen den Löwenanteil: mehr als eine Million Euro stehen hier zur Verfügung. Doch auch die kleineren Städte und Gemeinden im Kreis können sich freuen – für sie ist jeweils ein Fördervolumen von knapp 167.000 Euro vorgesehen. Damit erhalten gezielt auch die ländlich geprägten Kommunen einen finanziellen Schub für ihre Vereinsstrukturen.
Was wird gefördert? Die Eckdaten im Überblick
Das Programm ist breit aufgestellt. Gefördert werden Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen ebenso wie komplette Neubauten – jeweils auf vereinseigenen Sportstätten. Die Mindestförderung liegt bei 25.000 Euro, die Förderquote bewegt sich je nach Projekt zwischen 50 und 90 Prozent. Damit sind auch ambitionierte Vorhaben realistisch finanzierbar.
Bemerkenswert: Die Mittel müssen nicht zwingend in die eigentliche Sportanlage fließen. Auch Investitionen in Verpflegungseinrichtungen, Geschäftsstellen oder Zuschauertribünen sind förderfähig – also genau in jene Bereiche, die das Vereinsleben rund um den Sport ausmachen und für viele Clubs eine echte Schwachstelle sind.
Zwei Voraussetzungen sind zu erfüllen: Der antragstellende Verein muss dem Kreissportbund und einem Sportfachverband angehören, und die Sportstätte muss in Nordrhein-Westfalen liegen.
Lernen aus „Moderne Sportstätte 2022″
Bereits im Vorfeld haben sich die Vorstände der Stadt- und Gemeindesportverbände der Siegen-Wittgensteiner Kommunen in einer Videokonferenz auf ein möglichst einheitliches Vorgehen verständigt. „Wir wollen die Erfahrungen aus dem Programm ‚Moderne Sportstätte 2022′ vor einigen Jahren nutzen, um die Fördergelder möglichst effektiv und sinnvoll zu verteilen“, erklärt Falk Heinrichs, Vorsitzender des Kreissportbundes.
Die Verantwortlichkeit für die Verteilung liegt dabei ausdrücklich bei den Stadt- und Gemeindesportverbänden – jenen Strukturen also, die „ihre“ Vereine und die konkreten Notwendigkeiten vor Ort am besten kennen. Der KSB selbst fungiert moderierend und springt überall dort unterstützend ein, wo die ehrenamtlichen Strukturen an ihre Grenzen stoßen und eine reibungslose Umsetzung sonst gefährdet wäre.
„Wichtig ist für uns, dass das Geld dort ankommt, wo es benötigt wird – und zwar direkt bei den Sportvereinen“, betont Heinrichs. Ein klares Bekenntnis dazu, dass die Mittel nicht in Verwaltungsstrukturen versickern sollen, sondern unmittelbar dem aktiven Sportbetrieb zugutekommen.
Ab Juni geht das Förderportal online
Für die Vereine wird es nun konkret: Bereits ab Juni können sie ihre Projektskizzen über das Förderportal des Landessportbundes NRW einreichen. Bis dahin will der KSB gemeinsam mit den Stadt- und Gemeindesportverbänden in regionalen Treffen ausführlich über das Programm informieren – damit auch wirklich jeder Verein die Chance bekommt, von den Fördermitteln zu profitieren.
Alle wichtigen Informationen, Termine und Hinweise rund um das Programm „Moderne Sportstätte NRW“ werden fortlaufend auf der Internetseite des Kreissportbundes unter www.ksb-siwi.de veröffentlicht. Als zentraler Ansprechpartner steht beim KSB Christian Janusch zur Verfügung (Telefon: 0271/3388857-1, E-Mail: info@ksb-siwi.de).
Für die Sportvereine im Kreis Siegen-Wittgenstein ist die Botschaft klar: Wer Sanierungs- oder Neubauvorhaben in der Schublade hat, sollte jetzt aktiv werden. Die nächsten Wochen entscheiden darüber, wer von den 3,1 Millionen Euro am Ende profitiert.

Foto: Kreissportbund Siegen-Wittgenstein e.V.
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