(wS/ots) Attendorn – Kreuztal 15.05.2026 | Es war noch früh am Donnerstagmorgen, dem 14. Mai, kurz nach 6 Uhr, als einem Polizeibeamten der Wache Attendorn etwas Entscheidendes auffiel — und das, obwohl er gar nicht im Dienst war. Auf seinem Nachhauseweg, unterwegs mit dem privaten Wagen, kam ihm auf der L539 ein VW Tiguan entgegen, der erhebliche und offenbar ganz frische Unfallspuren aufwies. Für den geschulten Blick des Beamten Grund genug, sofort zu reagieren.
Er drehte um und folgte dem auffälligen Fahrzeug, das wenig später in der „Alfred-Schnüttgen-Straße“ zum Stehen kam. Was sich dann abspielte, hatte mit einem ruhigen Feierabend nichts mehr zu tun: Der 28-jährige Fahrer des Tiguans stieg aus — und ergriff zu Fuß die Flucht. Der Polizist nahm die Verfolgung auf, rannte hinterher und holte den Flüchtenden nach kurzer Strecke ein. Bis zum Eintreffen der alarmierten Frühdienst-Kollegen hielt er den Mann fest.
Was die hinzugezogenen Beamten dann bei der Kontrolle feststellten, bestätigte den Verdacht, dass mit dem Fahrer einiges nicht stimmte. Es gab deutliche Anzeichen für eine Alkoholisierung — ein anschließender Atemalkoholtest bestätigte diese Annahme. Zusätzlich verlief auch ein Drogenvortest positiv. Eine doppelte Belastung also, die rechtliche Konsequenzen nach sich zieht.
Der 28-Jährige wurde daraufhin zur Polizeiwache gebracht, wo eine Blutprobe angeordnet und durchgeführt wurde. Sein VW Tiguan wurde sichergestellt. Die Schäden am Fahrzeug schätzte die Polizei auf einen unteren fünfstelligen Eurobetrag — das Auto ist also alles andere als ein Bagatellschaden.
Besonders pikant: Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass der beschädigte Tiguan zuvor an einer Verkehrsunfallflucht im Bereich Kreuztal-Buschhütten beteiligt war. Damit weist der Fall eine direkte Verbindung in den Kreis Siegen-Wittgenstein auf — die genauen Umstände sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Kreispolizeibehörde Olpe.

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