(wS/red) Erndtebrück 21.07.2026 | Am Dienstagvormittag gegen 9:30 Uhr wurden Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr nach Schameder alarmiert. Die ersten Einsatzinformationen für die Kräfte lauteten: „TH 2 – RTW & NA – Schameder – Hauptstraße – LKW umgekippt – Zwei betroffene Personen – eventuell eingeklemmt.“ Was nach einem schweren Unglück klang, ging am Ende zum Glück glimpflich aus.
Als die ersten Rettungskräfte an der Einsatzstelle eintrafen, bot sich ihnen folgendes Bild: Ein 56-jähriger LKW-Fahrer hatte die B62 von Leimstruth kommend in Richtung Schameder befahren. Auf der Bundesstraße 62 kam es dann zu einem Wildwechsel, woraufhin der Fahrer noch versuchte abzubremsen und auszuweichen. Dabei geriet der LKW nach rechts auf das unbefestigte Bankett – den unbefestigten Seitenstreifen der Straße – und rutschte seitlich in die Böschung weg. Der LKW blieb schließlich seitlich an einem dicken Baum hängen und kam in starker Schräglage zum Stehen.
Der LKW war mit einer umfangreichen Getränkeladung beladen: Bierfässer, Bierkisten und Getränkekisten – einige Tonnen Ladung, die seitlich aus dem schräg liegenden Fahrzeug komplett in die Böschung fielen. Die Feuerwehrkräfte mussten die verstreuten Scherben, Kisten und Fässer anschließend per Hand aufsammeln und abtransportieren.
Der 56-jährige LKW-Fahrer konnte sich nach dem Unfall selbstständig aus dem Führerhaus befreien und blieb unverletzt. Seine Beifahrerin, die sich ebenfalls im Führerhaus befand, wurde anschließend von der Polizei aus dem LKW geholt. Sie kam mit ganz leichten Blessuren davon und wurde zur Sicherheit nach der Erstversorgung vor Ort in das Bad Berleburger Krankenhaus gebracht.
Und dann die kuriose Hintergrundgeschichte zu diesem Unfall: Der 56-jährige Fahrer feiert ausgerechnet an diesem Tag seinen Geburtstag – und hatte zu diesem besonderen Anlass seine 80-jährige Mutter als Beifahrerin dabei. Ein Geburtstag, den beide so schnell nicht vergessen dürften. Zum Glück ging am Ende alles noch einmal glimpflich aus.
Die Feuerwehr war mit rund 40 Einsatzkräften vor Ort. Die Kameraden sicherten den LKW gegen weiteres Wegrutschen, stellten den Brandschutz sicher und waren beim Abstransport der Ladung im Einsatz. Feuerwehr-Einsatzleiter Michael Dellori zeigte sich sichtlich erleichtert darüber, dass bei diesem Einsatz keine Menschen eingeklemmt oder schwer verletzt wurden. Mit den 40 Kräften war die Feuerwehr auf alles vorbereitet, um bei Bedarf schnellste und professionelle Hilfe leisten zu können.
Die B62 musste für die Dauer des Einsatzes und der Bergungsarbeiten voll gesperrt werden. Laut telefonischer Auskunft der Polizei-Pressestelle war die Bundesstraße um 13:15 Uhr aufgrund der Bergung des verunglückten LKW weiterhin voll gesperrt. Die Sperrung wird sich nach Einschätzung der Polizei voraussichtlich noch rund zwei Stunden hinziehen.








Fotos: Andreas Trojak / wirSiegen.de
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