(wS/hml) Siegen 17.02.2026 | Ein heiterer Karnevalssonntagabend voller Musik begeisterte die Besucherinnen und Besucher in der Kirche St. Joseph. Dominik Engel (Violine) und Dekanatskirchenmusikerin Helga Maria Lange gestalteten ein abwechslungsreiches Konzert, das ganz im Zeichen von Leichtigkeit, Tanzrhythmen und musikalischem Humor stand.
Von Beginn an sprang der Funke zum Publikum über. Mit der charmanten „Heinzelmännchens Wachtparade“ von Kurt Noack in einer Bearbeitung für Violine und Orgel war der heitere Ton gesetzt. Schwungvoll ging es weiter mit dem berühmten Marsch „The Washington Post“ von John Philip Sousa, den Helga Maria Lange virtuos an der Orgel präsentierte.
Auch Salon- und Tanzmusik kam nicht zu kurz: Das weltweit bekannte „Fascination“ von Fermo Dante Marchetti, eine lyrische Melodie von Anton Rubinstein sowie das zu Herzen gehende „Liebesleid“ von Fritz Kreisler zeigten die gesanglichen Qualitäten der Violine, stets einfühlsam begleitet von der Organistin. Mit dem humorvollen „Scherzo for the White Rabbit“ von Nigel Ogden bewies die Orgel zudem ihre verspielte Seite.
Ein besonderer Höhepunkt war der Ausflug in die Welt des Ragtime: „The Entertainer“ und „Bethena“ von Scott Joplin ließen das Flair früher Tanzsäle aufleben. Tango-Leidenschaft brachte anschließend „El Choclo“ von Ángel Villoldo in den Kirchenraum.
Stilistische Vielfalt zeigte sich auch mit Tango und Charleston aus den „Sieben Tänzen“ für Orgel solo von Margaretha Christina de Jong sowie der spritzigen „Hornpipe Humoresque“ von Noel Rawsthorne. Darin werden mehrere bekannte Themen verarbeitet, darunter die Melodie des „Sailor’s Hornpipe“, das Hupen eines Schiffshorns, „Rule Britannia“, Vivaldis „Frühling“ und der Beginn der berühmten Widor-Toccata.
Festlichen Glanz verliehen dem Programm der „Boléro“ und das „Sortie“ von Louis James Alfred Lefébure-Wely, die beliebte „Humoreske“ von Antonín Dvořák sowie der zarte „Tanz der Zuckerfee“ aus dem „Nussknacker“ von Peter Iljitsch Tschaikowsky, der auf der Orgel glitzernd registriert war. Als letzter Programmpunkt erklang der mitreißende „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauß in einer Bearbeitung für Violine und Orgel, bei dem das Publikum begeistert mitklatschte.
Die Zuhörerinnen und Zuhörer dankten den Künstlern mit lang anhaltendem Applaus und erhielten als Zugabe noch einmal augenzwinkernde Unterhaltung mit „Penguin’s Playtime“ von Nigel Ogden sowie zum Abschluss das bekannte Karnevalslied „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“.
So wurde der Karnevalssonntagabend zu einem musikalischen Fest voller Charme, Virtuosität und guter Laune – ganz im Sinne der „fünften Jahreszeit“.


Fotos & Bericht: Stefan Heinen
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