(wS/bbz) Siegen 02.03.2026 | „Wer heute den Meisterbrief bekommt, hat eine gute wirtschaftliche Prognose vor sich“ Handwerkskammer Südwestfalen würdigt Meister und Absolventen in der Siegerlandhalle – Stimmungsvolle Feier
Das Handwerk feierte seinen Nachwuchs: Die Meister- und Absolventenfeier 2026 in der Siegerlandhalle Siegen war ein unvergessliches Erlebnis für rund 350 junge Meisterinnen und Meister, Betriebswirte (HwO) sowie Verkaufsleiterinnen im Lebensmittelhandwerk. Unter dem Applaus von über 1.300 Gästen wurde deutlich: Der Nachwuchs brennt für das Handwerk.
Politik würdigt Leistung des Nachwuchses
In einer Talkrunde mit HwK-Präsident Jochen Renfordt und Vizepräsident Michael Neuhaus betonte Dirk Wiese, erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, die hohe Bedeutung des Handwerks. Wiese würdigte die Leistungen der Absolventen und versicherte, dass die Politik ihren Beitrag zur Stärkung des beruflichen Nachwuchses leisten werde. Er betonte: „Wer heute den Meisterbrief bekommt, hat eine gute wirtschaftliche Prognose vor sich“. Zudem sprach sich der Abgeordnete für einen Bürokratieabbau aus, um Berichts- und Statistikpflichten für Betriebe deutlich zu vereinfachen.
HwK-Präsident Jochen Renfordt zeigte sich erfreut: „Vor mir sehe ich die Zukunft des Handwerks“. Er unterstrich, dass der Meisterbrief vielfältige Wege wie Selbstständigkeit und unternehmerische Freiheit eröffne. Vizepräsident Michael Neuhaus appellierte an die Absolventen, sich kontinuierlich weiterzubilden, da man im Handwerk bei Stillstand den Anschluss verliere.
Erfolgsgeschichten als Inspiration
Dass der Schritt in die Selbstständigkeit gelingen kann, zeigten zwei Beispiele aus der Region:
- Bäckermeisterin Celine Hümmeler aus Lennstadt-Oedingen gründete nach ihrem Abschluss ihren Betrieb „Chümmi“ in einer umgebauten Garage. Sie betonte, dass man mit dem nötigen Willen alles schaffen könne.
- Metallbauermeister Daniel Bornemann aus Brilon hob hervor, dass sich Mut zur Selbstständigkeit auszahle, sofern man Leidenschaft und Einsatz zeige.
Der emotionale Höhepunkt der Veranstaltung war die persönliche Übergabe der Meisterbriefe und Zertifikate durch Dirk Wiese, Jochen Renfordt und Michael Neuhaus. Musikalisch begleitet wurde die Feier von der Band Goodbeats, während Comedian Benni Stark für Unterhaltung sorgte. Der Abend klang mit einer After-Show-Party mit DJ Sunshine aus.
Zahlen und Fakten zur Meisterprüfung
- In den vergangenen zwölf Monaten legten insgesamt 420 Handwerkerinnen und Handwerker ihre Meisterprüfung erfolgreich ab.
- Ergänzt wurde das Spektrum durch 13 Betriebswirte (HwO) und sechs Verkaufsleiterinnen im Lebensmittelhandwerk.
- Unter den frischgebackenen Meistern waren 35 Frauen und 385 Männer, die 17 verschiedene Gewerke vertraten.
- Die größte Gruppe bildeten die Kraftfahrzeugtechniker (102), gefolgt von den Bäckern (36) sowie den Installateur- und Heizungsbauern (35).

Ehrengast Bundestagsabgeordneter Dirk Wiese (m.), HwK-Präsident Jochen Renfordt (r.) und HwK-Vizepräsident Michael Neuhaus (l.) sprachen in einer Talkrunde über die Lage des Handwerks sowie über politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Erfolgsgeschichten Hümmeler und Bornemann: Bäckermeisterin Celine Hümmeler und Metallbauermeister Daniel Bornemann zeigten, wie sie sich nach ihrem Meister erfolgreich selbstständig gemacht haben – zwei echte Erfolgsgeschichten.

Übergabe Meisterbriefe: Der Höhepunkt des Abends war die Ausgabe der Meisterbriefe und der Zertifikate durch Ehrengast Dirk Wiese (r.), HwK-Präsident Jochen Renfordt (2. v. l.) sowie HwK-Vizepräsident Michael Neuhaus (l.).
Fotos: Handwerkskammer Südwestfalen
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