Großbrand im Müsener Feriendorf: Bewohner schwer verletzt – Feuerwehr mit massivem Aufgebot im Einsatz

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(wS/ots) Hilchenbach 01.04.2026 | UPDATE | Heute Nacht (01. April) ist es in der Ferienhaussiedlung in Hilchenbach-Müsen zu einem Wohnungsbrand gekommen. Ein 64-jähriger Hausbewohner konnte dank des couragierten Eingreifens seiner Nachbarin aus dem Haus gerettet werden.

Die 42-jährige Nachbarin war gegen 03:30 Uhr mit ihrem Hund nach draußen gegangen. Dort habe sie nach ersten Erkenntnissen Brandgeruch wahrgenommen und kurz darauf einen Lichtschein gesehen. Bei genauerer Nachschau sah sie, dass das Haus eines Nachbarn brannte. Die 42-Jährige gelangte in das Ferienhaus. Der 64-jährige Bewohner war nicht in der Lage, selbständig das brennende Objekt zu verlassen. Die Frau schleppte den Mann aus dem Haus heraus und alarmierte dann die Polizei. Als Feuerwehr und Polizei kurz darauf vor Ort eintrafen, stand das Gebäude bereits in Vollbrand.

Der 64-Jährige musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Offenbach geflogen werden. Nachdem es in der Nacht noch hieß, es bestünde akute Lebensgefahr, konnte die Klinik der Polizei nach aktuellen Erkenntnissen mitteilen, dass derzeit kein lebensbedrohender Zustand mehr bestünde. Die 42-jährige Retterin verletzte sich bei ihrem Einsatz und wurde zur weiteren Diagnostik und Behandlung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Brandursache steht bislang noch nicht fest. Da das Haus aufgrund der Brandschäden einsturzgefährdet ist, konnten die Ermittler das betroffene Ferienhaus von innen noch nicht näher in Augenschein nehmen. Der Brandort ist beschlagnahmt und weiträumig abgesperrt. Der Sachschaden kann noch nicht genau beziffert werden, dürfte aber im sechsstelligen Eurobereich liegen.

(wS/red) Hilchenbach 01.04.2026 | ERSTMELDUNG | In den frühen Morgenstunden des heutigen Mittwochs kam es im Feriendorf in Müsen zu einem folgenschweren Brandereignis. Gegen kurz vor 4 Uhr wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu einem Großeinsatz alarmiert. Ein Wohnhaus stand beim Eintreffen der ersten Kräfte bereits vollständig in Flammen.

Nachbarn retten Bewohner aus den Flammen

Die Lage vor Ort war dramatisch: Während sich das Feuer bereits durch das gesamte Gebäude gefressen hatte, spielten sich auf der Rückseite des Hauses Rettungsszenen ab. Zwei aufmerksame Nachbarn hatten die Gefahr erkannt und waren gerade dabei, den Bewohner aus dem brennenden Gebäude zu retten, als die Einsatzkräfte eintrafen.

Der Eigentümer des Hauses erlitt bei dem Brand schwere Verletzungen. Nach einer intensiven Erstversorgung durch den Notarzt vor Ort wurde er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Massiver Löscheinsatz und Riegelstellung

Einsatzleiter Matthias Lau von der Feuerwehr Hilchenbach schilderte die Schwierigkeiten des Einsatzes:

„Der Wohnhausbrand bestätigte sich bereits auf der Anfahrt. Aufgrund der enormen Hitzeentwicklung mussten wir umgehend eine sogenannte Riegelstellung aufbauen, um die eng beieinanderstehenden Nachbarhäuser vor den Flammen zu schützen und ein Übergreifen des Feuers zu verhindern.“

Dieser strategische Schritt der erfahrenen Wehrleute zeigte Erfolg: Die angrenzenden Gebäude konnten gehalten werden. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, verlegten die Einsatzkräfte zudem über eine längere Wegestrecke eine B-Leitung.

Verletzte Einsatzkraft und Betreuung der Anwohner

Insgesamt sind rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst sowie Vertreter der Energieversorger vor Ort. Der Einsatz forderte jedoch auch unter den Helfern ein Opfer: Eine Feuerwehrkameradin verletzte sich während der Löscharbeiten durch Umknicken, dass sie ebenfalls dem Rettungsdienst zugeführt werden musste.

Zudem kümmerte sich der Rettungsdienst um mehrere Anwohner, primär ältere Nachbarn, die durch das Ereignis unter Schock standen oder betreut werden mussten.

Einsatz dauert an

Stand 07:45 Uhr sind die Nachlöscharbeiten noch in vollem Gange. Das betroffene Haus brannte vollständig ab und ist unbewohnbar. Zur Brandursache liegen aktuell noch keine gesicherten Informationen vor; die Polizei wird die Ermittlungen aufnehmen, sobald der Brandort sicher betreten werden kann.

Zur Koordination der umfangreichen Maßnahmen und zur Sicherstellung der bestmöglichen Unterstützung war auch der Amtsleiter und Kreisbrandmeister Thomas Tremmel persönlich vor Ort. Er machte sich ein Bild von der Lage und unterstützte die Einsatzleitung dabei, die nötigen Ressourcen und weiteren Abläufe für diesen Großeinsatz zu organisieren.

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Fotos & Filmbeitrag: Andreas Trojak / wirSiegen.de

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