(wS/ots) Siegen 13.05.2026 | Am vergangenen Sonntag (10. Mai) stieß die Feuerwehr bei den Löscharbeiten in einer Lagerhalle eines stillegelegten Zechbetriebs auf eine illegale Cannabisplantage. Die Kreispolizeibehörde hat hierzu bereits berichtet.
Dank der Unterstützung durch die Feuerwehr und des THW war es der Kriminalpolizei möglich, am gestrigen Dienstag (12. Mai) den Hallenkomplex gesichert zu betreten. Seit dem Brandtag wurde der Hallenkomplex rund um die Uhr durch Polizeikräfte bewacht. Der Messzug der Feuerwehr hatte vor dem Betreten durch die Polizei noch eine entsprechende Überprüfung durchgeführt. Das THW hatte die zu betretenden Bereiche im Vorfeld freigeräumt und gesichert.
Mit Schutzanzügen und Atemmasken machten sich zahlreiche Kriminalbeamtinnen und -beamte an die Abbauarbeiten der Plantage, die sich über mehrere Räume in dem Hallenkomplex erstreckten. Insgesamt sicherten die Ermittler eine hohe dreistellige Zahl von Cannabispflanzen. Zudem sicherten sie auch das elektrische Equipment der Plantage. Wie viele Pflanzen insgesamt die Plantage umfasste, lässt sich derzeit schwer einschätzen, da auch zahlreiche Pflanzen dem Feuer zum Opfer fielen.
Im Rahmen der weiteren Bearbeitung erfolgt nun eine Ermittlung des Wirkgehaltes der Pflanzen. Erst dann lassen sich Berechnungen zu dem möglichen Wert der Pflanzen beziehungsweise des Ertrages anstellen. Ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen ist natürlich die Frage, wer für den Betrieb des Cannabisanbaus verantwortlich ist.
Parallel zu der Sachbearbeitung des illegalen Cannabisanbaus liefen die Ermittlungen hinsichtlich der Brandursache. Nach derzeitigem Stand dürfte ein technischer Defekt brandursächlich gewesen sein.


Fotos: Andreas Trojak / wirSiegen.de







