Naturschutzbehörde warnt: Mähroboter können Igel töten – so schützen Gartenbesitzer die Tiere

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(wS/si) Siegen 24.06.2026 | Mähroboter erfreuen sich wachsender Beliebtheit – für viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer sind sie eine praktische Erleichterung im Alltag. Doch für Igel und andere Kleintiere können die automatischen Geräte zur tödlichen Gefahr werden. Die Naturschutzbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein ruft nun dazu auf, Mähroboter ausschließlich tagsüber zu betreiben.

Warum Nacht- und Abendstunden so gefährlich sind

Das Problem liegt im natürlichen Verhalten der Tiere: Igel sind vor allem in den Abend- und Nachtstunden aktiv – genau dann, wenn viele Besitzerinnen und Besitzer ihre Mähroboter bevorzugt laufen lassen. Geraten Igel in die Nähe eines laufenden Geräts, reagieren sie instinktiv nicht mit Flucht, sondern rollen sich zusammen. Dieses natürliche Schutzverhalten funktioniert gegenüber vielen Fressfeinden – gegen die scharfen Klingen moderner Mähroboter jedoch bietet es keinen ausreichenden Schutz. Hinzu kommt: Die Sensoren vieler Geräte erkennen kleine Lebewesen wie Igel gar nicht. Ein Zusammenstoß führt in den meisten Fällen zum Tod des Tieres.

Klarer Appell der Kreisverwaltung

Michael Gertz, Leiter des Amts für Natur und Landschaft des Kreises Siegen-Wittgenstein, macht deutlich, wie einfach jeder Einzelne helfen kann: „Wer seinen Mähroboter tagsüber statt in den Abend- oder Nachtstunden einsetzt, kann mit wenig Aufwand dazu beitragen, Igel und andere Kleintiere vor schweren Verletzungen zu bewahren. Mit dieser einfachen Maßnahme kann jeder Gartenbesitzer einen konkreten Beitrag zum Artenschutz leisten.“

Die Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein bittet daher alle Besitzerinnen und Besitzer von Mährobotern, ihre Geräte künftig ausschließlich tagsüber zu betreiben – eine kleine Umstellung mit großer Wirkung für die heimische Tierwelt.

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