Falk Heinrichs lobt soziales Engagement der Kirchen

wS/xx Bad Berleburg – Falk Heinrichs (SPD-MdL) wünscht sich weiterhin eine tragende Rolle der Kirchen. „Insbesondere ihr soziales Engagement ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft“, meinte der Politiker jetzt in einem Gespräch mit dem Wittgensteiner Superintendenten Stefan Berk. Aus seiner Sicht sei es sehr wichtig, dass sich die Kirchen auch künftig als Träger von Kindertagesstätten, Schulen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen betätigen. Dies werde auch von der SPD-geführten Landesregierung so gesehen, wie Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bereits mehrfach deutlich gemacht habe.

Stefan Berk unterstrich, dass der Evangelische Kirchenkreis Wittgenstein grundsätzlich bereit sei, sein Engagement fortzusetzen, forderte jedoch zugleich „verlässliche politische Rahmenbedingungen“, z.B. für die Finanzierung der Kindertagesstätten. „Die Planbarkeit in diesem wichtigen Bereich lässt weiterhin zu wünschen übrig – mit negativen Auswirkungen vor allem auch auf das Personal bzw. die Sicherheit der Arbeitsplätze“, so der Superintendent. Falk Heinrichs (MdL) wies darauf hin, dass das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) der früheren schwarz-gelben Landesregierung zurzeit grundlegend überarbeitet werde.

Ein weiteres Thema war der Ausbau der Betreuungsplätze für unter dreijährige Kinder (U 3). Berk kritisierte, dass die Bearbeitung von Anträgen einzelner Wittgensteiner Kirchengemeinden auf einen Ausbau ihrer Kitas für die U 3-Betreuung sehr schleppend und teilweise ohne Erfolg verlaufen sei. Dazu erklärte Falk Heinrichs (MdL): „Dass es hier in einzelnen Fällen zu Schwierigkeiten gekommen ist, ist bedauerlich.“ Es müsse jedoch gesehen werden, dass die rot-grüne Koalition bei ihrem Regierungsantritt 2010 mit einem ganz erheblichen Nachholbedarf bei der Schaffung von U 3-Plätzen konfrontiert gewesen sei, den die CDU-geführte Vorgängerregierung zu verantworten hatte.

„Unsere 2010 gestartete Aufholjagd trägt inzwischen Früchte. Das Ziel, bis zum Beginn des nächsten Kindergartenjahres für mindestens 32 Prozent der unter dreijährigen Kinder entsprechende Betreuungsplätze einzurichten, wird landesweit mehr als erreicht“, unterstrich der SPD-Politiker. Betrachtet man nur die 1-2-jährigen Kinder, für die künftig ein Rechtsanspruch gilt, liegt die Versorgungsquote auch in unserer Region noch deutlich darüber.

Stefan Berk wies ferner darauf hin, dass der Kirchenkreis Wittgenstein mit 35.000 Mitgliedern der kleinste eigenständige Kirchenkreis der westfälischen Landeskirche sei. Aufgrund des demographischen Wandels, von dem auch Wittgenstein stark betroffen ist, verlören die Kirchengemeinden pro Jahr durchschnittlich 1,3 Prozent ihrer Mitglieder, ohne dass ein Ende dieser Entwicklung absehbar sei. „Künftige finanzielle Engpässe sind damit unvermeidlich und werden auf Dauer weitere Strukturanpassungen, z.B. den Zusammenschluss von Kirchengemeinden, erfordern.“ Mit dem benachbarten Kirchenkreis Siegen gibt es zwar ein gemeinsames Kreiskirchenamt, dennoch möchte der Kirchenkreis Wittgenstein seine Selbständigkeit nicht aufgeben. „Dafür habe ich schon aufgrund der großen Entfernungen Verständnis“, meinte Falk Heinrichs. Er vereinbarte mit Stefan Berk weitere Kontakte.

 

Der SPD-Landtagsabgeordnete Falk Heinrichs (r.) traf sich jetzt zu einem Gespräch mit Stefan Berk (l.), dem Superintendenten des Kirchenkreises Wittgenstein.

 
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