Seniorentag mit Teak-Won-Do auf dem Rathausplatz


SeniorentagNeun

Taek-Won-Do-Vorführung auf dem Rathausplatz. Hier stellte sich auch der Bürgerbusverein vor, es gab Informationen zu E-Bikes und zum guten Hören.

wS/ne  – Neunkirchen – Aktivität kennt kein Alter – unter diesem Motto stand der 2. Neunkirchener Seniorentag, der am gestrigen Sonntag zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger ins Otto-Reiffenrath-Haus lockte.

An über einem Dutzend Ständen konnten sich die Besucher informieren: Über die Möglichkeiten, den Geist auch im Alten fit zu halten, sich den Bedürfnissen des älteren Körpers entsprechend zu ernähren, über Essen auf Rädern und die zahlreichen Unterstützungsmöglichkeiten, die in Neunkirchen für Seniorinnen und Senioren angeboten werden.

Dazu gab’s ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das vom Frauenensemble Encantada musikalisch eingeläutet wurde. Beate Klaas war mit drei Hunden zu Gast, die auf Kommando kleine Kunststücke vorführten, regelmäßig besucht sie Demenzkranke im Herdorfer Seniorendorf Stegelchen. Dass man auch als Diabetiker Sport treiben kann, zeigte Christiane Heismann vom TV Neunkirchen und Klaus Farnschläder bewies, dass das Ausüben von Taek-Won-Do keiner Altersbeschränkung unterliegt.

Getanzt wurde auch im Otto-Reiffenrath-Haus: Stefan Kleinstück, Koordinator der Initiative „Wir tanzen wieder“ war zu Gast. Demenzkranken Menschen und ihren Angehörigen soll mit dem Tanzen ein Impuls für ein neues Miteinander eröffnet werden. Zu der Musik von Frank Sinatra tanzten schließlich Alt und Jung und stellten unter Beweis, wie positiv sich Bewegung und Musik auswirken können.

Bettina Großhaus-Lutz, Seniorenberaterin und Organisatorin der Veranstaltung zog nach der Veranstaltung eine positive Bilanz: „Der heutigen Tag war für viele Besucher eine gute Möglichkeit um neue Kontakte zu knüpfen und sich mit Informationen zu versorgen. Von vielen Ausstellern habe ich eine sehr positive Rückmeldung. Und auch das Rahmenprogramm ist sehr gut angenommen worden“.

Im Außenbereich des Otto-Reiffenrath-Hauses bestand überdies die Möglichkeit, sich im Hörtestmobil über das eigene Hörvermögen zu informieren. Ein Stand mit E-Bikes war weiteres Indiz dafür, dass man als älterer Mensch auch auf zwei Rädern mobil sein kann. Und wer die Fortbewegung auf vier Rädern vorzog, konnte sich beim Bürgerbusverein informieren oder sich für ein ADAC-Fahrsicherheitstraining anmelden.

Viele, die noch selbst hinterm Steuer sitzen, nutzten denn auch die Möglichkeit, den Gurtschlitten zu testen oder mittels Rauschbrille einmal nüchtern zu erleben, was mit 0,5 oder 1,3 Promille letztendlich wahrgenommen wird.

Und damit sich auch die jüngeren Besucher ein Bild vom Älterwerden machen konnten, standen ein Altersanzug und Handschuhe zur Verfügung, die ein dauerhaftes Zittern simulieren.

Der 2. Neunkirchener Seniorentag stellte einmal mehr unter Beweis, dass es auch für Seniorinnen und Senioren eine ganz Reihe an Möglichkeiten gibt, die helfen körperlich und geistig fit zu bleiben. Und auch für jene Menschen, die eingeschränkt sind, gibt es inzwischen Hilfsmittel oder Einrichtungen, um möglichst lange ein komfortables Leben führen zu können.

DemenzTanz

Alt und Jung beim Tanz vereint: Stefan Kleinstück von der Initiative „Wir tanzen wieder“ zeigte, dass es Möglichkeiten gibt, demenzkranke Menschen mit dem Tanzen aus ihrer Isolation zu holen.Fotos: Gemeinde Neunkirchen.

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