"Junge Erwachsene" mit "getunten Fahrzeugen"

wS/ots – Siegen-Wittgenstein – Im September 2013 führten Beamte der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein erneut einen Sondereinsatz in Sachen „Getunte Fahrzeuge“ durch.

Wie bereits in den Vorjahren wurde dabei festgestellt, dass weiterhin getunte/technisch veränderte bzw. „aufgemotzte“ Fahrzeuge von überwiegend „Jungen Erwachsenen“ (18 – 24 Jahre) geführt werden. Aus zahlreichen von den Beamten mit den jungen Fahrzeugführen geführten Aufklärungs- und Beratungsgesprächen im Rahmen der Verkehrskontrollen ging immer klar hervor, dass die technischen Veränderungen neben den beabsichtigten optischen und akustischen Effekten hauptsächlich der Leistungs- und Geschwindigkeitssteigerung sowie der vermeintlichen Verbesserung der Straßenlage dienen.

Insoweit – so die polizeiliche Sichtweise – kann ein direkter Zusammenhang zur Hauptunfallursache „Geschwindigkeit“ hergestellt werden. Gefahren verschärfend muss aus Sicht der Verkehrsspezialisten hierbei außerdem berücksichtigt werden, dass die Gruppe der „Jungen Erwachsenen“ im Vergleich zu übrigen Bevölkerungsgruppen die meisten Unfälle im Straßenverkehr verursacht.

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Archiv-Foto: wirSiegen.de

In den Gesprächen mit den „Jungen Erwachsenen“ konnte die teilweise geänderte Rechtslage dargelegt und mögliche rechtliche Folgen bei Verstößen erläutert werden. Die Aufklärungsgespräche dienten zudem dazu, den noch jungen Fahrzeugführern die Gefahren für den Straßenverkehr, die durch illegale technische Veränderungen hervorgerufen werden können, vor Augen zu führen.

Die Beamten richteten im Rahmen des Sondereinsatzes mehrfach in den Bereichen Siegen, Niederschelden, Freudenberg, Kreuztal, Netphen und Bad Laasphe Standkontrollen ein, wobei dort auch auswärtige Fahrzeuge aus angrenzenden Landkreisen mit einbezogen bzw. kontrolliert werden konnten.

An einem Samstagabend Ende September geriet dabei ein 20-Jähriger aus dem Kreis Olpe in eine solche Kontrollstelle. Grund der Kontrolle: Der von dem jungen Mann gefahrene Audi A 3 war durch seine immense Geräuschentwicklung einer Motorradstreife der mobilen Kontrollgruppe „Getunte Fahrzeuge“ aufgefallen.

Der 20-Jährige – so stellte sich bei einer näheren Inspektion seines Fahrzeugs schnell heraus – hatte nicht nur die Hälfte der Auspuffanlage seines Fahrzeuges abmontiert, sondern auch einen unzulässigen Sportluftfilter montiert und war dann mit seinem Geräusch-Boliden sozusagen zum „Saturday-Night-Fever“ nach Siegen gefahren. Der Lärm, der dabei von seinem Auto ausging, übertönte mit Deutlichkeit den Geräuschpegel des übrigen Fahrzeugverkehrs.

Die Fahrt des jungen Mannes endete dann jedoch jäh vorübergehend auf dem Parkplatz am Weidenauer Polizeigebäude. Hierhin musste sich der junge Mann nämlich zunächst einmal ein „geräuschdämmendes“ Ersatzteil bringen lassen, ehe er wieder nach Hause fahren durfte, wohin ihm in Kürze noch ein entsprechender Bußgeldbescheid aus dem Siegerland folgen dürfte.

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