Höchste Auszeichnung der Polizei-Organisation IPA für Helmut Pflaum

wS/oo Weidenau. Es ist eine der höchsten Auszeichnungen die die IPA (Internationale Police Association) zu vergeben hat – und mit dieser, dem Goldenen Ehrenzeichen zeichnete Gerd Schuba, von der Geschäftsführung der IPA-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen den Polizisten Helmut Pflaum, Leiter der Verbindungsstelle Siegen-Wittgenstein e.V. am Donnerstagabend im Restaurant Kolpinghaus aus.

Gerd Schuba begrüßte zahlreiche Mitglieder der Verbindungsstelle Siegen-Wittgenstein zu ihrer Mitgliederversammlung. Er dankte besonders dem Vorstand für die bisher geleistete Arbeit und ganz besonders Helmut Pflaum der es ermöglicht hatten, die Verbindungsstelle unter den Polizeikollegen bekannter zu machen. Ebenso mit einer Urkunde und Ehrennadel ausgezeichnet wurde Andreas Weinert für 25-jährige Mitgliedschaft die Polizeiorganisation, Sylvia Klein und Gunnar Schneider für jeweils 40-jährige Mitgliedschaft.

Die IPA als Internationale Polizei Organisation  hat beratenden Status beim Wirtschafts- & Sozialrat der Vereinten Nationen & im Europarat. Sie ist eine politisch und gewerkschaftlich unabhängige berufsbejahende Organisation.   Zwischenzeitlich ist die IPA in 64 Staaten der Erde vertreten. Sie ist mit ca. 420.000 Mitgliedern weltweit die größte Berufsvereinigung. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es 16 Landesgruppen mit über 58.000 Mitgliedern in 296 Verbindungsstellen.

Der Gründer der IPA war Arthur Troop. Er wurde am 15. Dezember 1914 im englischen Lincoin geboren. Nach dem Besuch der Knabenmittelschule war er zunächst im Mechaniker- Handwerk und später als Verkäufer in einer Moto- renkonstruktionsfirma beschäftigt. Während der Weltwirtschaftskrise arbeitete der zeitweise beschäftigungslose junge Mann als Maschinist und in einer Kunstdüngerfabrik und zwischenzeitlich sogar als Zeitungsakquisiteur. Danach begann Troop ein Studium an der Landwirtschaftsschule in Evesham/ Worcester. Gleichzeitig befasste er sich sehr intensiv mit der Geschichte Russlands, und im Sommer 1934 nahm er bereits an einer Studienreise in die UdSSR teil. Von 1936 bis 1940 studierte Arthur Troop Volkswirtschaft, Soziologie und Psychologie. Nach der Prüfung erhielt er ein entsprechendes Zertifikat. Zwischenzeitlich, im Juni 1936, trat Arthur Troop in die Polizei von Lincolnshire ein. Über die übliche Streifentätigkeit kam er schließlich zum Kraftfahrdienst. Inzwischen zum Sergeant befördert, war er in der Folgezeit in den verschiedenen Dienstzweigen der Polizei in Sleaford tätig, bis er 1955 in Stanford einen neuen dienstlichen Wirkungsbereich übertragen bekam und sich überwiegend mit der Verkehrsunfallbearbeitung beschäftigte. Während des zweiten Weltkrieges widmete der IPA-Gründer sich mit großem Engagement der Jugendarbeit und galt schnell als Experte für Fragen der unabhängigen Jugendorganisationen. Wer hätte wohl besser berufen sein können, die Gründung einer internationalen Freundschaftsvereinigung innerhalb der Polizei zu initiieren als Arthur Troop, der am 30. November 2000, nach langer Krankheit verstarb. Der Gedanke der von Arthur Troop gegründeten IPA wird weltweit geachtet und dient der Erhaltung des Weltfriedens und der Festigung der Demokratie in der ganzen Welt.

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SpaPolizeiFotos: wirSiegen.de