Hallenbad Eiserfeld geschlossen: Erhöhte Legionellenwerte im Duschwasser gemessen

(wS/si) Siegen – Im Duschwasser des städtischen Hallenbades in Siegen-Eiserfeld sind erhöhte Legionellenwerte festgestellt worden. Nach der Auswertung von Routineuntersuchungen hat das Kreisgesundheitsamt heute vorsorglich die Schließung des Hallenbades empfohlen.

Siegen_WappenBereits seit heute Mittag sind die in einem solchen Fall üblichen Gegenmaßnahmen ergriffen worden. Seit Mittag wird das Warmwassersystem thermisch desinfiziert und die Wasserleitungen durchgespült. Um die Legionellen abzutöten, wird das Warmwasser-Rohrnetz über 24 Stunden mit 80 Grad heißem Wasser durchgespült. Dann werden erneut Wasserproben genommen.

Da das Hallenbad erst wieder geöffnet werden kann, wenn einwandfreie Untersuchungsergebnisse vorliegen, bleibt das Bad bis auf weiteres geschlossen. Nach Angaben der Bäderabteilung der Stadt Siegen ist das Wasser im Schwimmbad des Hallenbades nicht betroffen.

Als Ersatz können Badegäste stattdessen ab morgen (23.12.) das Hallenbad Löhrtor benutzen. Hier gelten die gleichen Sonderöffnungszeiten über Weihnachten und den Jahreswechsel wie in Eiserfeld. Ab dem 5. Januar 2015 haben dann voraussichtlich alle Siegener Hallenbäder wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet.

In Abstimmung mit der Stadt Siegen teilt der Kreis mit, dass derzeit noch nicht klar ist, ob es sich bei den nachgewiesenen Legionellen um eine Art handelt, die Menschen möglicherweise krank machen können. Dies werden erste weitere Untersuchungen klären.

Vorbeugend empfiehlt der Fachservice Gesundheit und Verbraucherschutz jedoch Besuchern, die in den letzten 10 Tagen die Duschen des Bades genutzt haben und bei denen jetzt Symptomen wie Fieber und Beschwerden der Atemwege auftreten, ihren Arzt aufzusuchen. Die Symptome könnten bis zu 10 Tage nach Besuch des Bades auftreten.

Dr. Christoph Grabe, Leiter des Fachservices Gesundheit und Verbraucherschutz, betont jedoch, dass dies eine rein vorsorgliche Empfehlung ist. Erst wenn die weiteren Untersuchungsergebnisse vorliegen ist klar, ob überhaupt eine theoretische Ansteckungsgefahr bestanden hat.

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