Marihuana-Prozess: Langjährige Haftstrafen verhängt

(wS/khh) Siegen – Am Freitagmorgen wurde vom Landgericht Siegen unter Vorsitz von Richter Wolfgang Münker das Urteil im Prozess um den größten Drogenfund aller Zeiten in Siegen-Wittgenstein gefällt.

Der Haupttäter B. muss für 10 Jahre und 6 Monate wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht unerheblicher Menge hinter Gitter. Der Mitangeklagte C. wurde wegen Beihilfe zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 3 Monaten und der Angeklagte M., ebenfalls wegen Beihilfe, zu 6 Jahren Haft verurteilt.

Eine immense Menge an Rauschgift fanden die Ermittler der Kriminalpolizei in einem Lkw in einer Lagerhalle in Ferndorf. Archiv-Foto

Eine immense Menge an Rauschgift fanden die Ermittler der Kriminalpolizei in einem Lkw in einer Lagerhalle in Ferndorf. Archiv-Foto

Die drei Täter albanischer Herkunft hatten unerlaubt 2,5 Tonnen Marihuana ins Siegerland geschleust und in Kreuztal-Ferndorf zwischengelagert (wir berichteten). Die Drogen haben in Mitteleuropa einen ungefähren Marktwert von 20 Millionen Euro. Das Trio soll nach Überzeugung des Gerichtes als Teil einer Bande gehandelt haben. Richter Münker hatte in seiner Urteilsbegründung keinen vernünftigen Zweifel daran, dass B. die Übernahme der Drogen vorbereitet hatte, indem er im Vorfeld eine Lagerhalle und einen Gabelstapler angemietet hatte. Ohne Zweifel, so Münker, stiftete B. die Mitangeklagten C. und M. zur Teilnahme an. Während des Umladens in Ferndorf wurden die Männer auf frischer Tat ertappt und von  einem Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Hessen festgenommen.

Ferndorf-SEK-Einsatz

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Fotos: Archiv

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