Schlechtes Gewissen ließ 25-Jährige nicht zur Ruhe kommen

Kriminalkommissariat klärt zwei Raubstraftaten aus dem Jahr 2013 – Der gesuchte Mann war übrigens eine Frau

(wS/ots) Bad Berleburg – Weil sie offenbar mit ihrem Gewissen nicht mehr ins Reine kam, hat eine 25-jährige Frau gegenüber einem Kriminalbeamten des Bad Berleburger Kriminalkommissariats im Hinblick auf zwei von ihr in der Vergangenheit begangene Raubstraftaten jetzt ein Geständnis abgelegt.

KriminalpolizeiDie aktuell in einer Justizvollzugsanstalt einsitzende junge Frau wurde von dem Kriminalbeamten in der letzten Woche in einer anderen Ermittlungsangelegenheit aufgesucht und vernommen. Dabei räumte die 25-Jährige dann aus freien Stücken die beiden zurückliegenden Raubstraftaten zum Nachteil zweier Wittgensteiner Seniorinnen ein.

Bei der ersten Tat handelte es sich um eine räuberische Erpressung vom 29.08.2013 zum Nachteil einer 77-jährigen Wittgensteinerin, die die damals 24-Jährige unter Vorhalt eines Messers in einem von Bad Berleburg nach Siegen fahrenden Zug beraubt hatte. Dabei hatte die Täterin eine Goldkette erbeutet und diese anschließend versetzt, um sich von dem Erlös illegale Betäubungsmittel zu besorgen.

Die zweite Tat ereignete sich nur gut drei Wochen später, am 20.09.2013 in Bad Berleburg. Im Bereich des Spielplatzes Sonnenschein begegnete der drogenabhängigen 24-Jährigen eine 89-jährige Seniorin mit Handtasche. Wiederum unter Vorhalt eines Messers schritt die 24-Jährige abermals zur Tat und raubte der Seniorin ihr mitgeführtes Bargeld. Kurios bei diesem zweiten Fall: Die Ermittlungen der Polizei gingen aufgrund der Täterbeschreibung zunächst in Richtung eines männlichen Täters. Trotz umfangreicher Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen konnte dieser jedoch abschließend nicht ermittelt werden.

Nun – nachdem die 25-Jährige auch diesen Überfall gestanden hat – ist klar: Der damals gesuchte Mann war eine Frau!

Dass die Polizei damals zunächst auf einer vollkommen falschen Spur war, das amüsierte seinerzeit auch die 24-Jährige selbst. Gegenüber dem sie jetzt aktuell vernehmenden Kriminalbeamten löste die 25-Jährige dieses Rätsel aber auch selbst auf: Hatte sie doch bei dem Überfall vom 20.09.2013 ihre Stimme absichtlich (tiefer) verstellt und ihre Mütze komplett übers Gesicht gezogen! Zudem lies ihr zierlicher Körperbau durchaus auf einen Jungen/Jugendlichen als Tatverdächtigen schließen.

Die weiteren Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft in Bezug auf die nun gestandenen beiden Raubstraftaten dauern noch an.

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