Protest der heimischen Jäger gegen das neue Jagdgesetz NRW

Netphen (wS/pm) | Während immer mehr heimische Tierarten aus unserer Umwelt verschwinden und viele Naturfreunde, darunter die Jäger, um Lebensräume und die Umwelt- und Lebensbedingungen der Tierwelt kämpfen, bastelt die Politik in Düsseldorf an weiteren Vorschriften, Einschränkungen, kleinlichen Regelungen und am Ende der Mitwirkungsmöglichkeiten tausender von Jägern in Nordrhein-Westfalen.

Diese Woche soll der Landtag über das neue Jagdgesetz beschließen, das nach den Plänen der Grünen massive Einschnitte bringen soll. „Schluss mit den Verboten!“ lautet deshalb seit Monaten die Devise für ein Bündnis aus zehn Verbänden. In mehreren Regionalkonferenzen hatte das Bündnis mehrfach über 2000 Teilnehmer zu Diskussionen versammelt. An einer Demonstration in Düsseldorf beteiligten sich rund 15.000 Gegner des Jagdrechtsentwurfs, den das Bündnis 90 und der grüne Minister Remmel mit der SPD durchsetzen wollen.

Weg mit den Verboten fordert ein Aktionsbündnis aus zehn Verbänden. Mit den Plakatwänden – wie hier vom Hegering am Netphener Ortseingang platziert – wollen Waldbesitzer, Landwirte, Angler und Jäger die Landespolitik zu einem vernünftigen Jagdgesetz bewegen. | Foto: Hegering Netphen

Weg mit den Verboten fordert ein Aktionsbündnis aus zehn Verbänden. Mit den Plakatwänden – wie hier vom Hegering am Netphener Ortseingang platziert – wollen Waldbesitzer, Landwirte, Angler und Jäger die Landespolitik zu einem vernünftigen Jagdgesetz bewegen. | Foto: Hegering Netphen

Jetzt kommt der Widerstand in die Städte, Gemeinden und Dörfer. In Netphen weist seit einigen Tagen eine Plakatwand am Ortseingang darauf hin, dass viele Menschen in Nordrhein-Westfalen ein sach- und fachgerechtes Jagdgesetz wollen und kein in Paragraphen gefasstes Papier grüner Ideologie.
Die in dem Aktionsbündnis gegen die Pläne der grünroten Landesregierung zusammengeschlossenen Verbände sind: Westfälisch-Lippischer und rheinischer Landwirtschaftsverband, Waldbauernverband, Verband der Fischereigenossenschaften, Grundbesitzerverband, Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden Westfalen-Lippe, Rheinischer Verband der Eigenjagdbesitzer, Landesjagdverband, Fischereiverband und Landesverband der Berufsjäger.

Letzten Freitag erst hatte die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion NRW, Christina Schulze-Föcking, gegenüber dem Online-Portal „Natürlich Jagd“ erklärt, dass sie „nur selten einen fachlich so schlecht gemachten Gesetzesentwurf gesehen habe, der ausschließlich gegen eine Gruppe in unserer Gesellschaft gerichtet ist.“ Zwischen der Ausschusssitzung und der Beschlussfassung im Landtag lägen nur sieben Tage und die Parlamentarier hätten erst aus der Presse erfahren, auf was sich Rot-Grün geeinigt habe.
Christina Schulze-Föcking: „Ist das ein ordentliches Verfahren?“ Was Rot-Grün nicht verstanden habe, ist, dass Jagd und Naturschutz kein Widerspruch sei, sondern die Jägerschaft hier ehrenamtlich einen wesentlichen Beitrag dazu leiste.

 

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