Sporthalle der Winchenbachschule wird zum Notquartier

Start ab Montag, 28. September 2015

(wS/si) Siegen | Ab kommenden Montag, 28. September 2015, wird die Sporthalle der Winchenbachschule in Siegen mit Flüchtlingen belegt, die der Stadt zugewiesen worden sind. Die Menschen können nun in der umgebauten, rund 300 Quadratmeter großen Halle untergebracht werden. In den vergangenen sechs Wochen ist die Sporthalle unter Federführung der städtischen Gebäudewirtschaft entsprechend hergerichtet worden. Eingebaut wurden zwölf Wohnkabinen, außerdem wurden alle nötigen Vorkehrungen zum Brandschutz getroffen.

Siegen_WappenStadträtin Babette Bammann weist auf die noch einmal dramatisch steigenden Zuweisungszahlen hin: „Nachdem wir im August durch die Anrechnung der Flüchtlinge in der Notunterkunft an der Universität Siegen auf die Quote von Zuweisungen ausgenommen wurden, wird seit Mitte September massiv zugewiesen. Allein in den beiden zurückliegenden Wochen waren es mehr als 120 Personen. Ohne die Inanspruchnahme von Notquartieren können wir die Unterbringung nun nicht mehr sicher stellen.“ Aus diesem Grund beginnt die Stadt Siegen nun in der Sporthalle der Winchenbachschule früher als geplant mit dem Betrieb des Notquartiers, ursprünglich war der Start ab Anfang Oktober vorgesehen.

Auf Einladung des Integrationsbeauftragten Torsten Büker kamen vor kurzem bereits mehr als 30 engagierte Bürgerinnen und Bürger aus der Winchenbach, aus den Kirchengemeinden, der Siedlergemeinschaft und weiteren Vereinen, zusammen, um das Unterstützernetzwerk zu starten. André Schmidt als zuständiger Fachbereichsleiter freut sich, dass „die Menschen in der Winchenbach freundlich willkommen geheißen werden“. Die ersten praktischen Hilfen wurden bereits verabredet. Torsten Büker machte deutlich, dass das Willkommen, die einfache Sprachvermittlung, praktische Unterstützung im Alltag und die Aufnahme in das Stadtteilleben durch Ehrenamtliche geleistet werden kann.

Eine Besonderheit bei der Notunterkunft ist die Nähe zum Weiterbildungskolleg. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und die Schulleitung zählen ebenfalls zum Unterstützernetzwerk. Gerade die vielen Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund und den vielfältig vorhandenen Sprachkenntnissen haben ihre Hilfe angeboten.

Zum aktuellen Zeitpunkt sind der Stadt Siegen seit Jahresanfang insgesamt 497 Flüchtlinge zugewiesen worden.

Zum Hintergrund:

Aufgrund der weiter steigenden Zuweisungen von Flüchtlingen und Asylbewerbern hatte die Stadt Siegen im Sommer die Herrichtung der Sporthalle an der Winchenbachschule zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern entschieden.

Bereits im Juli war mit dem städtischen Weiterbildungskolleg, dem in der Halle trainierenden Sportverein, der Siedlergemeinschaft Münterweg-Winchenbach und dem dortigen Kleingartenverein als unmittelbar betroffenen Organisationen das Gespräch gesucht worden. Im August wurden dann Nachbarn und Anwohner in der Winchenbach im Rahmen einer Bürgerinformation von der zuständigen Stadträtin Babette Bammann und ihrem Team über die beabsichtige Nutzung informiert und offene Fragen beantwortet.

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