Für mehr als 500 Jahre Mitgliedschaft bei Freien Demokraten geehrt

Goldene Theodor-Heuss-Medaille für Hartmut Klein

(wS/red) Siegen-Wittgenstein 21.02.2016 | Der Siegener Hartmut Klein nahm kürzlich auf dem Kreisparteitag der Freien Demokraten eine außergewöhnliche Auszeichnung entgegen. Stattliche 50 Jahre setzte sich Klein bisher schon für die freidemokratische Ideologie ein und erhielt unter dem Beifall der Versammlung dafür, die äußerst selten vergebene goldene Theodor-Heuss-Ehrenmedaille. Insgesamt kamen bei den Ehrungen sogar mehr als 500 Jahre zusammen. „Der FDP Kreisverband ist stolz darauf so viele Mitglieder zu haben, die die Partei über Jahrzehnte in guten wie in schlechten Zeiten treu unterstützt haben“, betonte der Vorsitzende des Kreisverbandes der Freien Demokraten Siegen-Wittgenstein, Hans Peter Kunz.

Der Siegener Hartmut Klein nahm kürzlich auf dem Kreisparteitag der Freien Demokraten eine außergewöhnliche Auszeichnung entgegen. Stattliche 50 Jahre setzte sich Klein bisher schon für die freidemokratische Ideologie ein und erhielt unter dem Beifall der Versammlung dafür, die äußerst selten vergebene goldene Theodor-Heuss-Ehrenmedaille. (Fotos: Peter Hanke)

Der Siegener Hartmut Klein nahm kürzlich auf dem Kreisparteitag der Freien Demokraten eine außergewöhnliche Auszeichnung entgegen. Stattliche 50 Jahre setzte sich Klein bisher schon für die freidemokratische Ideologie ein und erhielt unter dem Beifall der Versammlung dafür, die äußerst selten vergebene goldene Theodor-Heuss-Ehrenmedaille. (Fotos: Peter Hanke)

Weitere Ehrungen

Mit der Theodor-Heuss-Medaille für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden zudem Hermann Bohn (Hilchenbach), Hans-Jürgen Münker sowie Bernd und Christina Dietze (alle Kreuztal), Friedrich-R. Bechtel (Neunkirchen), Rolf Bender, Felizitas Alberico und Hannes Gehre (alle Siegen) geehrt. Für ein Vierteljahrhundert bei den Freien Demokraten ehrte die FDP Felix Viehmann (Kreuztal), Klaus-Jürgen Stanek-Nierenz (Netphen), Silvia Koenigsmann-Hoelken und Gerhard Kötter (beide Siegen) sowie Gabriele Gütting (Bad Laasphe).

Freidemokratische Urgesteine: Neben dem Siegener Hartmut Klein (l.) wurden auch viele weitere Mitglieder für ihre Treue über 40 und 25 Jahre geehrt. "Der FDP Kreisverband ist stolz darauf so viele Mitglieder zu haben, die die Partei über Jahrzehnte in guten wie in schlechten Zeiten treu unterstützt haben", betonte der Kreisvorsitzende Hans Peter Kunz (r.).

Freidemokratische Urgesteine: Neben dem Siegener Hartmut Klein (l.) wurden auch viele weitere Mitglieder für ihre Treue über 40 und 25 Jahre geehrt. „Der FDP Kreisverband ist stolz darauf so viele Mitglieder zu haben, die die Partei über Jahrzehnte in guten wie in schlechten Zeiten treu unterstützt haben“, betonte der Kreisvorsitzende Hans Peter Kunz (r.).

50 geschäftige Jahre

Hartmut Klein trat am 1. Juli 1966 in die FDP ein. Ein äußerst turbulentes Jahr, sportlich und politisch! Das sogenannte Wembley-Tor entschied das WM-Finale in der Verlängerung zugunsten der Engländer und zum Ende des Jahres folgte Kurt-Georg Kiesinger auf den zurückgetretenen Kanzler Ludwig Erhard. Verhandlungen zu einer Koalition mit der FDP scheiterten damals, weil man sich nicht über Steuererhöhungen einigen konnte. Schließlich bildeten daraufhin CDU/CSU und SPD die erste „Große Koalition“ der BRD. In Siegen wurde Klein in der Folge sehr schnell auch geschäftiges Mitglied der Liberalen. Bereits in der Wahlperiode von 1969 bis 1974 war der Siegener in vielen Gremien verankert. (Im Detail waren dies der Rechnungsprüfungsausschuss, Bezirkssauschuss Ost, Personalausschuss, Grundstücks- und Forstausschuss, Beschlussausschuss, Ausschuss für zivile Verteidigung, Sportausschuss, Musterungsausschuss Kreiswehrersatzamts und Prüfungsausschuss Kriegsdienstverweigerer sowie die Zweckverbandsversammlung Sparkasse, der Sonderausschuss für die Planung eines Schulzentrums Giersberg und Sonderplanungsausschuss für das Siegerland)

Im Dezember 1970 rückte Klein über die Reserveliste sogar in den Rat der Stadt Siegen nach. In der darauf folgenden Wahlperiode von 1975 bis 1979 fungierte er als liberales Mitglied im Grundstücksausschuss. Von 1983 bis 1989 widmete Hartmut Klein sich insbesondere der Mitarbeit „in seinem“ Bezirksausschuss Ost. Nach einer kurzen Unterbrechung nahm er die Tätigkeit dort 2006 wieder auf. Auch heute – 50 Jahre später – fungiert Klein im Bezirksausschuss Ost immer noch als Stellvertreter der Freien Demokraten.

Die Theodor-Heuss-Medaille

Die Theodor-Heuss-Medaille

Hintergrund Theodor Heuss:

Erster und „idealer“ Bundespräsident

Theodor Heuss wurde am 31. Januar 1884 in Brackenheim im Landkreis Heilbronn geboren. Er studierte in München und Berlin Nationalökonomie und Kunstgeschichte und promovierte zum Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (Dr. rer. pol.). Bereits während des Studiums war er journalistisch tätig und widmete sich diesem Beruf auch nach dem Abschluss seiner Ausbildung. 1946 wurde er zum Vorsitzenden der „Demokratischen Volkspartei in der US-Zone“ gewählt, engagierte sich zugleich aber auch im Vorstand der 1947 gegründeten „Demokratischen Partei Deutschlands“. Er wirkte bei der Bildung des Bundesverbands der liberalen westdeutschen Parteien mit, die sich im Dezember 1948 unter dem Namen „Freie Demokratische Partei“ (FDP) gründete. Heuss wurde erster Bundesvorsitzender der FDP. Als Mitglied des Parlamentarischen Rats hatte er großen Anteil an der Formulierung des Grundgesetzes. Zum ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland wurde Heuss 1949 gewählt. Als erster Bundespräsident widmete er sich vor allem der außenpolitischen Aufgabe, das schlechte Ansehen der Deutschen in der Weltöffentlichkeit zu verbessern. Seine wohl bekannteste innenpolitische Handlung war die Bestimmung der Nationalhymne. 1952 hielt er eine Gedenkrede im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen. Dabei wies er die Behauptung zurück, man habe nichts von den NS-Verbrechen an den Juden gewusst und forderte alle Deutschen auf, sich mit der Wahrheit auseinander zu setzen. Den Deutschen erschien er bald als idealer Bundespräsident, so dass man 1959 sogar eine Grundgesetzänderung erwog, um ihm eine dritte Amtszeit zu ermöglichen. Diesen Plan lehnte Heuss aber schließlich ab. Heuss starb am 12. Dezember 1963. Theodor Heuss war seit 1908 mit Elly Knapp verheiratet. Sie hatten gemeinsam einen Sohn.

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