Mittelalterliche Handschriften: Aktionstag im Museum Wilnsdorf

(wS/red) Wilnsdorf  27.06.2017 | Vor Gutenberg und seiner Erfindung des modernen Buchdrucks wurden biblische Schriften als Einzelstücke handgefertigt. Ihre Pracht hing vom Können der Schreiber und Buchmaler ab, die in mühevoller Handarbeit jeden Buchstaben und jede Illustration aufs Pergament zauberten. Jenen mittelalterlichen Handschriften widmet das Museum Wilnsdorf am 9. Juli einen Aktionstag, im Rahmen der Sonderausstellung „Lebendiger Glaube“.

In der Ausstellung sind einige detailgetreue Nachdrucke mittelalterlicher Handschriften zu sehen. Wie diese wertvollen Faksimiles entstehen, wird Clarissa Rothacker ab 15.30 Uhr berichten. Sie ist Redakteurin eines Faksimile-Verlags, aus dessen Repertoire auch einige Stücke in der Wilnsdorfer Ausstellung stammen.

Anfassen erlaubt: Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck blättert im Faksimile eines reich illustrierten Gebetsbuchs. (Foto: Gemeinde Wilnsdorf)

Außerdem hat Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck einen Kalligraphen eingeladen, der das Publikum in die Kunst des Schönschreibens einführen wird. Neugierige können sich gern selbst ausprobieren und mit Federkiel und Tinte kunstvolle Schnörkel zu Papier bringen. In einem Sonderbereich der Ausstellung werden jene Materialen präsentiert, die einst in der Buchmalerei Verwendung fanden.

Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt: die Cafeteria des Museums hat geöffnet und lädt u.a. zu frisch gebackenen Waffeln ein. Das Museum ist am Aktionssonntag, den 9. Juli 2017 von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ins Haus samt Sonderausstellung kostet 5 Euro für Erwachsene, 4 Euro ermäßigt für Schüler, Studenten und Schwerbehinderte, Familien zahlen 13 Euro. Weitere Informationen gibt es online unter www.museum-wilnsdorf.de.

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