Grüne kritisieren Planungen zur Neugestaltung im Herzen der Oberstadt

(wS/red) Siegen 12.07.2018 | Die öffentlich geführten Diskussionen zur Parkanlage neben der Nikolaikirche (Fißmeranlage) lassen erkennen, dass die Siegener Bürgerinnen und Bürger große Bedenken gegenüber den vom Büro Loidel vorgelegten Planungen haben; teilweise stoßen diese auf völliges Unverständnis. Das veranlasst den Siegener Stadtverband der Grünen, seine Skepsis gegenüber den Planungen zu präzisieren, die durch die Fraktion der Grünen im Stadtrat schon von Beginn der Planungen an vorherrschte. Auf der Sitzung des Vorstandes am vergangenen Dienstag wurde betont, dass die Umgestaltung der Parkanlage in einen freien Platz wenig sinnvoll ist, da der Marktplatz und andere Plätze der Oberstadt genügend Raum auch für größere Veranstaltungen bieten. Es ist keineswegs wünschenswert, dass der Charakter des gesamten Raumes zwischen Nikolaikirche und Marktstraße völlig verändert wird. Die sehr hohen Kosten für eine solche Umgestaltung werden zu Recht von der Bevölkerung heftig kritisiert.

Die jetzige Anlage bildet einen reizvollen grünen Gegensatz zum Marktplatz und erfüllt in dieser Form Funktionen, die durch die geplante Neugestaltung teilweise oder ganz verlorengehen. Eine Umgestaltung ist jedoch bezüglich der Barrierefreiheit vorzunehmen, die in früheren Zeiten noch nicht so sehr im Blickpunkt stand.

Grüne kritisieren Planungen zur Neugestaltung im Herzen der Oberstadt (Archivbild: Kay-Helge Hercher)

Unantastbar ist der alte, wunderschöne Baumbestand entlang der Nikolaikirche und am Neumarkt.

Der Stadtverband sieht die Brunnenanlage, die (obwohl in der Vergangenheit oft gescholten) Kinder zum Spielen animiert, als festen Bestandteil der Anlage, ebenso die kleinen Spielgeräte und vor allem das intensiv genutzte Schachspiel, das man mit wenig Aufwand sehr schön gestalten könnte.

Die in den letzten Jahren zu beobachtende Nutzung durch die Gastronomie ist in der jetzigen Form zu begrüßen, sollte aber durch eine Neugestaltung keineswegs weiter ausgebaut werden, damit der kleine Park von allen Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden kann und Platz bleibt für genügend bequeme Ruhebänke im Schatten der schönen, alten Linden.

Inwieweit die durch relativ hohe Mauern der Blumenbeete bewirkte starke Gliederung des Platzes bei einer weitgehend barrierefreien Gestaltung abgemildert werden kann, sollte man den professionellen Planern überlassen.

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