(wS/red) Kreuztal, 18.02.2026 | Derby? Für Ferndorf ist das eine Mission.
Am Freitag, den 20.02.26 geht’s nach Hagen und wir alle wissen, was das bedeutet.
DAS DERBY!
Es ist das Spiel, bei dem es nicht nur um Punkte geht, sondern um Rivalität, Stolz, Herz und die Farben unseres TuS Ferndorf.
Was sagt die Tabelle zu dieser Paarung, die schlichtweg immer der Saisonkracher schlechthin ist:
Hagen: Platz 6 mit 25:13 Punkten, Torverhältnis 601:566 (+35)
Ferndorf: Platz 13 mit 13:25 Punkten, Torverhältnis 530:542 (-12)

Das Pascal Bochmann im Hagener Kasten im letzten Spiel 23 Paraden hatte, sollte nicht weiter beunruhigen, solche „Ausrutscher“ gibt es immer wieder mal, hat ja auch etwas mit der Wurfqualität des Gegners zu tun, zudem stellt Ferndorf die bessere Abwehr. Can Adanir hatte im Spiel gegen Coburg auch 20 Paraden, es ist also nichts unmöglich.
Wir haben allerdings auch noch eine Rechnung mit denen von der Ische offen, denn das Hinspiel in Ferndorf ging für die Siegerländer mit 27:28 verloren.
Aber wir fahren nicht mit leeren Händen dahin.
Wir fahren mit Selbstvertrauen.
Wir fahren mit Breite im Kader.
Wir fahren mit Spielern, die zuletzt geliefert haben.
Im Tor stehen Can Adanir und Filip Baranasic und beide haben in den letzten 2 Wochen Momente hingelegt, die man nicht vergisst.
Filip Baranasic und Can Adanir bilden eine der spannendsten Keeper‑Duos der Liga:
• zwei unterschiedliche Typen
• zwei unterschiedliche Stile
• aber beide mit der Fähigkeit, Spiele zu entscheiden
Adanir: explosiv, intuitiv, emotional
Baranasic: ruhig, groß, positionsstark
In Krefeld hält Can Adanir drei Sekunden vor Schluss den letzten Wurf der Gastgeber.
Ein Ball, der über Sieg oder Punktverlust entscheidet, Can hält ihn.
Er holt uns den Sieg.
Er holt uns die zwei Punkte.
Er holt uns den perfekten Rückrundenstart.
Und gegen Dormagen?
Da macht Filip Baranasic genau das Gleiche, nur noch dramatischer.
Zwei Sekunden vor Schluss, letzter Wurf, alles oder nichts.
Filip macht die Kiste zu.
Hält den Ball.
Hält den Sieg fest.
Hält die Stählerwiese fest im Herzen.
Diese Paraden sind kein Zufall. Das ist Charakter. Das ist Ferndorf.

Auf Linksaußen wirbeln Gabriel da Rocha Viana und der Schwede Hampus Dahlgren, auf Rechtsaußen haben wir mit Josip Eres (5 Tore gegen Dormagen, alles Siebenmeter) einen der stärksten Rechtsaußen der Liga und dazu Neuzugang Finn Scharnweber, der gegen Dormagen seinen ersten Heimspiel-Treffer für Ferndorf erzielt hat, auch er macht einen sehr guten Eindruck.
Im Rückraum zieht Nico Schnabl die Fäden, ruhig, spielstark, er kam ja seinerzeit für Janko Kevic, ist aber mit ihm nicht zu vergleichen.
Dazu kommt Julius Fanger und natürlich Sören Servos, der in seinem ersten Heimspiel direkt 4 Tore gemacht hat und dem Spiel richtig Energie gibt.
Und natürlich Daniel Hideg, der gegen Dormagen 6 Tore erzielte, darunter die letzten drei, eiskalt, nervenstark und absolut spielentscheidend.
Nicht zu vergessen Marvin Mundus im RR, er ist auch ein Entscheidungsspieler und erzielte gegen Dormagen 8/2 Treffer, beim Auswärtsspiel in Krefeld waren es sogar 9 Treffer, er spielt in der bisherigen Rückrunde auf ganz hohem Niveau.
Am Kreis ackern Mattis Michel und Valentino Duvancic.
Duvancic hat 3 Treffer beigesteuert und jeden Zweikampf angenommen, Michel erzielte auch 2 Tore.
Die Kaderplanung sieht evtl. auch noch Max Löher aus der Zweiten von Ferndorf, er hilft aus, wenn es „personell „brennt“.
Ja, wir müssen aktuell auf Tom Jansen, Julius Meyer-Siebert, Fynn Herzig, Fabian Hecker, Jonas Wilde und vmtl. auch noch auf Philip Würz verzichten,er wird aber sicherlich auf der Bank sitzen, wie jetzt schon gegen Dormagen.
Aber Ferndorf hat noch nie ein Spiel über Ausfälle definiert.
Wir definieren uns über Herz, Kampfbereitschaft, Wille und diesen unerschütterlichen Glauben, der uns schon so oft durch enge Spiele getragen hat.
Und genau das brauchen wir.
Denn in Hagen muss alles, aber wirklich alles passen.
Jeder Block. Jeder Pass. Jeder Abschluss.
Das wird ein Ritt auf der Rasierklinge und Coach Ceven Klatt weiß das ganz genau.
Er will dieses Derby.
Er will diesen Sieg.
Und er weiß: Mit den Fans im Rücken ist alles möglich.
Denn wenn wir Freitag alles reinwerfen, dann gehen wir am 25.02.26 um 19:00 Uhr mit breiter Brust ins letzte Spiel des Monats, zuhause, in unserer Stählerwiese, gegen den Tabellenletzten HC Oppenweiler-Backnang.
Da ist ein Sieg fest eingeplant.
Aber erst holen wir uns das Derby.
Also, Ferndorf:
Fahrt nach Hagen. Macht Lärm. Macht Druck. Macht Stimmung, die Ferndorfer Füchse und unzählige Fans werden euch begleiten.
Zeigt, dass wir zusammenstehen.
Zeigt, dass wir Ferndorf sind.
Für die Farben. Für die Jungs. Für das Derby. Für den Sieg.
AUF GEHT’S FERNDORF, KÄMPFEN UND SIEGEN
DAS IST FERNDORF – DAS BIST DU
CEVEN KLATT: Aus dem letzten Spiel nehmen wir in erster Linie zwei Punkte mit und das ist sehr, sehr gut. Das hat uns ein bisschen Luft nach unten verschafft und uns auch ein gutes Gefühl für die anstehenden Aufgaben gegeben. Ich habe mich über die ausverkaufte Stählerwiese sehr gefreut und ich habe mich für unsere Debütanten sehr gefreut. Vor allem Sören Servos konnte vor heimischem Publikum einen guten Einstand feiern. Wir waren bei so einem knappen Spiel der glückliche Sieger, aber auf keinen Fall unverdient.
Grundsätzlich spielen jetzt in Hagen zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Voraussetzungen gegeneinander. Hagen, eine Mannschaft, die um den Aufstieg mitspielen möchte und Ferndorf eine Mannschaft, die gegen den Abstieg spielt. Hagen in der letzten Woche wirklich beeindruckend, mit ihrem 28:21 Auswärtssieg gegen Nordhorn-Lingen. Im Tor mit einem überragenden Bochmann, der 23 Paraden hatte. Es macht aber auch Spaß, wenn man sich die Hagener Abwehr anschaut, sie ist sehr beweglich mit ihren fünf gegen eins und zwingt fast jede Mannschaft dazu, ins sieben gegen sechs zu gehen.
Das macht es den meisten Mannschaften gegen Hagen auch sehr, sehr schwer. Sie haben sehr, sehr starke Individualisten und da kommt von jeder Position Gefahr auf uns zu. Für mich ist es ein Spiel wie jedes andere, aber trotzdem muss man halt schauen, was kann man aus so einem Derby auch für sich rausziehen, wo kann man die Jungs nochmal anpacken. Und da wird es schon darum gehen, die richtigen Emotionen, die richtige Körpersprache, die richtige Grundeinstellung an den Tag zu legen. Das sind am Ende die Attribute, die ein Derby auch entscheiden können. Wir haben das Hinspiel ja mit einem Tor unglücklich verloren, da war Hagen der glückliche Sieger. Auch wenn die Grundvoraussetzungen anders sind, heißt das nicht, dass wir chancenlos nach Hagen fahren, wir fahren nach Hagen, um auch da unsere erfolgreiche Serie in der Rückrunde vielleicht fortzusetzen.
Der Kader wird, Stand heute, unverändert zu letzter Woche sein. Es könnte allerdings sein, dass Hampus noch ausfällt (grippaler Infekt), Er hat bis heute noch nicht trainieren können, mal schauen, wie es morgen aussieht. Ansonsten ist es das gleiche Personal wie zuletzt gegen Dormagen. Philip Würz saß ja letzte Woche schon auf der Bank, wann er wieder spielt, ist noch unklar. Er saß schon gegen Dormagen ganz nervös auf der Bank und er war positiv aufgeregt, hat es aber genossen.
Spielzeiten und Einsätzen sehe ich aber sehr positiv entgegen und ich sage mal „theoretisch wäre er einsatzfähig“.
Bericht/Grafik: Peter Trojak
Collage: Andreas Domian






