Kriminalstatistik 2025: Kreis Olpe bleibt einer der sichersten Rückzugsorte in NRW

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(wS/red) Kreis Olpe 02.03.2026 | Landrat Theo Melcher und die Kreispolizeibehörde (KPB) Olpe haben die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vorgelegt. Die Zahlen zeichnen das Bild einer Region, in der die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, landesweit mit am geringsten ist. Trotz eines leichten Rückgangs bei der Aufklärungsquote festigt der Kreis seinen Ruf als „sicherer Hafen“.

Sinkende Fallzahlen bei Gewalt und Einbruch

Die positive Nachricht vorab: Die Gesamtzahl der registrierten Straftaten im Kreis Olpe ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,09 % auf insgesamt 5.497 Fälle gesunken. Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Bereich der Gewaltkriminalität. Hier verzeichnete die Polizei mit 204 Fällen den zweiten Rückgang in Folge (minus 14,29 %). Gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote in diesem sensiblen Bereich auf beachtliche 86,27 % gesteigert werden.

Auch bei den Wohnungseinbrüchen gab es eine Entspannung: Die Fallzahlen sanken um 5,06 % auf 75 Taten. „Positiv zu vermerken ist, dass es in 33 Fällen nicht zur Vollendung kam, sondern die Tat im Versuchsstadium stecken blieb“, betonte Landrat Melcher in seinem Vorwort. Dies zeige auch die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen.

Sorgenkinder: Autoknacker und Firmeneinbrüche

Trotz der insgesamt positiven Bilanz gibt es Schattenseiten. Ein deutlicher Anstieg wurde bei Diebstählen an und aus Kraftfahrzeugen registriert. Die Zahl kletterte von 311 auf 378 Fälle. Insbesondere die Gemeinde Wenden war hiervon betroffen, wo die Zahlen im Frühjahr 2025 um über 63 % nach oben schnellten. Auch Firmeneinbrüche nahmen zu: Waren es im Jahr 2024 noch 44 Taten, registrierte die Polizei 2025 insgesamt 55 Fälle.

Ein weiteres Phänomen ist der massive Anstieg beim Taschendiebstahl, der um knapp 34 % auf 103 Fälle anstieg.

Digitaler Wandel und neue Gesetze

Die Kriminalität verlagert sich zunehmend in den digitalen Raum oder wird durch neue Gesetze beeinflusst:

  • Rauschgift: Die Fallzahlen sanken drastisch um fast 42 %. Grund hierfür ist primär die Einführung des Konsumcannabisgesetzes, wodurch viele frühere Delikte nicht mehr statistisch erfasst werden.
  • Kinderpornografie: Dieser Bereich bleibt ein Ermittlungsschwerpunkt. Die Fallzahlen sanken zwar leicht auf 41 Fälle, doch die Auswertung der enormen Datenmengen bleibt eine personelle und technische Herausforderung.
  • Betrug: Während die Zahlen im Inland stabil blieben, stiegen die registrierten Auslandsstraftaten (oft Internetbetrug) auf 885 Fälle an.

Bilanz: Sicher, aber wachsam

Mit einer Häufigkeitszahl von 4.154 (Straftaten pro 100.000 Einwohner) liegt der Kreis Olpe weit unter dem Landesdurchschnitt von 7.524. Die Aufklärungsquote sank zwar leicht auf 59,43 %, belegt aber im Vergleich aller 47 Kreispolizeibehörden in NRW immer noch einen hervorragenden 7. Platz.

Die Polizei rät den Bürgern weiterhin zur Wachsamkeit, insbesondere bei Betrugsmaschen wie dem „Enkeltrick“ oder „Schockanrufen“, die gezielt Senioren ins Visier nehmen. Die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle in Olpe bietet hierzu kostenlose Unterstützung an.

Downloadlink zur Statistik

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